Das Haus der Kunst ist ein öffentliches Museum ohne eigene Sammlung und ein weltweit führendes Zentrum für zeitgenössische Kunst. Es ist der Untersuchung der Geschichte und der Geschichten der zeitgenössischen Kunst verpflichtet; im Mittelpunkt stehen Ausstellungen, Recherche und Wissensvermittlung.
Durch sein Programm unterstreicht das Haus der Kunst, dass die Entwicklungslinien der zeitgenössischen Kunst global und vielschichtig verlaufen und nicht durch geografische, konzeptuelle und kulturelle Grenzen einzuschränken sind.
Das Haus der Kunst schärft den Blick auf die zeitgenössische Kunst, indem es unterschiedliche Standpunkte einbezieht und ein interdisziplinäres Programm von höchster künstlerischer Qualität und kultureller Relevanz anbietet. So schafft es einen kritischen Kontext, um die historische Dimension des Zeitgenössischen zu untersuchen, zu definieren und zu vermitteln.
Buchhandlung Walther König
Telefon + 49 89 25544 498
Goldene Bar im Haus der Kunst
Telefon +49 89 54804 777
Öffnungszeiten:
Mo | Mi | Fr | Sa | So 10-20 Uhr
Do 10-22 Uhr
Di geschlossen
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Ausstellung
Tomás Saraceno in collaboration. Verwobene Welten
Tomás Saraceno (geb. 1973, San Miguel de Tucumán, Argentinien) verbindet Kunst, Architektur und Wissenschaft miteinander, um mögliche ökosoziale Zukunftsvisionen zu entwerfen. Die Ausstellung präsentiert seine zentralen Forschungsprojekte Aerocene und Arachnophilia sowie eine neue, gemeinsam produzierte Auftragsarbeit, die gemeinsam mit Indigenen Gemeinschaften von Red Atacama aus Las Salinas Grandes im Norden Argentiniens entwickelt worden ist. Deren fortwährender Kampf gegen den Lithiumabbau und die damit verbundene Beeinträchtigung der lebenswichtigen Wasserkreisläufe in der Region bilden den Ausgangspunkt für ein Kunstwerk, das sich über die Grenzen des Ausstellungsraums hinaus erstreckt.
Im Haus der Kunst materialisieren sich diese Ideen in Gestalt von Luft-Skulpturen, Habitaten für verschiedenste Spezies und Environments, die neue Arten von Aufmerksamkeit erfordern. Gemeinsam bieten die Arbeiten eine Plattform, um die Formen der Koexistenz von Menschen und nicht-menschlichen Wesen neu zu überdenken. Sie geben zugleich Anstoß für einen breiteren Dialog über die ökologischen und die sozialen Kräfte, welche die globale Energiewende prägen.
Unter Beteiligung zahlreicher Mitwirkender, die die Installationen und das Programm gestalten, verwandelt die Ausstellung das Gebäude in einen Raum für planetarische Resonanz. Sie lädt dazu ein, das Haus auf eine andere Art zu erleben. Im Dialog mit weiteren Programmen zeigt sie neue Wege auf, wie wir die verflochtenen Systeme, die uns erhalten, wahrnehmen, uns vorstellen und in ihnen leben können.
Kuratiert von Sarah Johanna Theurer und Andrea Lissoni
Mit Unterstützung von Aditi Kapoor
Die Ausstellung wird großzügig unterstützt von Sergio Linhares und Stefan Vilsmeier.
Brainlab ist Ausstellungspartner von „Tomás Saraceno. Verwobene Welten“
Besuch mit Hunden
Die Ausstellung „Tomás Saraceno. Verwobene Welten“ zeigt Kunstwerke für Hunde, die deren besonderes Riechvermögen anspricht. Während der Sommermonate, vom 16.7. bis 13.9.2026, laden wir erstmals Hundebesitzer*innen ein, einen Raum der Ausstellung mit ihrem Hund kostenfrei zu besuchen.
Bademode zu „The Sanctuary of Water“
Mit dem Kauf der Bademode unterstützen Sie direkt die 11 indigenen Gemeinschaften von Red Atacama und den Bau des „Sanctuary of Water“, das von ihnen aus Salz und Wasser errichtet wird und sich wie eine Apacheta erhebt: gemeinsam, Stein für Stein, als Opfergabe an Pachamama.
Die Motive auf diesem Badeanzug, die aus den Gewässern von Hanan Pacha stammen, der Welt dort oben, wo Himmel und Sterne aufeinandertreffen, wurden ursprünglich von Kindern aus den indigenen Gemeinschaften am Himmel über den Salinas Grandes im Norden Argentiniens erdacht, die dieses artenreiche Ökosystem seit Jahrtausenden bewohnen und bewahren. Im Streben nach gerechteren Kreisläufen von Wasser, Erinnerung und Leben entstanden die Zeichnungen im Rahmen von „Fairclouds“, einer Initiative für ökosoziale Gerechtigkeit, die Menschen weltweit mit dem Kampf der Gemeinschaften um den Schutz des Wassers verbindet.
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Ausstellung
Tao Schirrmachers Sammlung. Eisbach Treasures
Seit 2008 taucht Tao Schirrmacher, Europameister im Flusssurfen, auf den Grund des Münchner Eisbachs hinab, um verlorene Gegenstände ans Licht zu bringen. Was mit einem wertvollen -Goldring begann, ist seitdem zu einer beeindruckenden Sammlung von Fundstücken und Artefakten angewachsen: Schmuck, Autoschlüssel, Uhren, Patronen und Luftpistolen aus dem Zweiten Weltkrieg, Devotionalien, Werkzeuge, Telefone, Fotoapparate, Filmaufnahmen und vieles mehr.
Wie die Gegenstände selbst, scheinen auch ihre Geschichten versunken und vergessen, tief unter der Oberfläche verborgen. Doch nicht ihr materieller, sondern ihr emotionaler und historischer Wert macht sie bedeutsam. Ein Gegenstand wird wertvoll, weil er Erinnerungen in sich birgt, Geschichten erzählt und Beziehungen zu Menschen, Orten, Erlebnissen oder besonderen Momenten herstellt. Die Präsentation dieser Sammlung entstand aus dem Wunsch heraus, diesen Objekten ihre Geschichten zurückzugeben – oder neue über sie zu erzählen. Die Ausstellung schafft weitere Verbindungen und Assoziationen zwischen dem Haus der Kunst, dem Eisbach und dem Englischen Garten.
Kuratiert von Sabine Brantl
(Bild: Tao Schirrmachers Sammlung. Eisbach Treasures
Foto: Tao Schirrmacher )
Dauer
Fr 26.6.2026 - So 7.2.2027
Ort
Haus der Kunst
Prinzregentenstr. 1
D-80538 München
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Museum
Maria VMier
Die in München und New York ansässige Künstlerin Maria VMier (geb. 1985, Passau) gestaltet ein neues Auftragswerk, das sich über verschiedene Orte innerhalb des Haus der Kunst erstreckt. Inspiriert von mündlichen Überlieferungen von Mitarbeitenden, die seit Jahrzehnten im Haus tätig sind, arbeitet VMier vor Ort an einer Konstellation miteinander verbundener Kunstwerke: einer ortsspezifischen Installation am Personaleingang, parasitär anmutenden Skulpturen, einer neuen Serie von Arbeiten auf Papier sowie einem eigens für diesen Anlass produzierten Künstler*innenbuch.
Im Mittelpunkt der künstlerischen Praxis von Maria VMier steht die Malerei, die sich von Schreibgesten und vielgestaltigen, eigenwilligen Markierungen hin zu komplexen Formationen entwickelt hat, die ständig in Bewegung scheinen. Für VMier ist die Malerei nicht nur ein Ort der Verkörperung oder des Ausdrucks, sondern auch eine Praxis der Forschung, Erfahrung und des (Ver-)Lernens. Ihre künstlerische Tätigkeit umfasst kontextspezifische und gemeinschaftsorientierte Arbeiten ebenso wie Installationen, Künstler*innenbücher und Objekte. Das Zentrum ihres Schaffens bildet der Körper als Werkzeug des Wissens – ein Ort politischer Auseinandersetzung wie auch der Freude. Wiederkehrende Themen sind die Bedingungen künstlerischen Arbeitens, die Dynamik von Macht und Begehren, Institutionen als formbare Strukturen und die Beschäftigung mit der Natur, dem Unsichtbaren und dem Unbekannten.
Kuratiert von Xue Tan
(Bild: Maria VMier, linking one to the other, holding their difference [∞], 2024-25,
Pigmentierte Kalligraphietinte, Tusche, Pigmente, Graphit, Vinyl und Acryl auf Butcher Paper, 500 × 355 cm; Foto: Maria VMier
Dauer
Fr 26.6.2026 - So 7.2.2027
Ort
Haus der Kunst
Prinzregentenstr. 1
D-80538 München
„Steina: Playback“ ist die erste Retrospektive von Steina (geb. 1940, Reykjavík, Island) in Deutschland, einer Wegbereiterin der Video- und Medienkunst. Als klassisch ausgebildete Violinistin wandte sie sich Ende der 1960er-Jahre dem Medium Video zu und näherte sich ihm mit musikalischer Sensibilität. In ihrer Praxis erzeugt sie Bilder durch Klang und umgekehrt. Video wird zur Schwingung, zu einem Strom, der einzelne Elemente in erfahrbare Umgebungen verwandelt. Steina bringt Rhythmus und Resonanz in ihre elektronischen Experimente ein und behandelt das Signal als ein Medium, das die Wahrnehmung in etwas Veränderliches und Lebendiges transformiert.
Von den frühen dokumentarischen Experimenten bis hin zu raumgreifenden Mehrkanal-Installationen bezeugt die Ausstellung Steinas lebenslanges Streben nach dem, was sie als „maschinelles Sehen“ bezeichnet: eine spielerische, nicht anthropozentrische Perspektive, die die Wahrnehmung über die Grenzen des Menschlichen hinaus erweitert. Ihre Praxis verlagerte sich von den Landschaften Islands in die experimentellen Infrastrukturen von New York und Buffalo. Heute werden ihre Arbeiten in den wichtigsten Institutionen der Medienkunst in ganz Europa gezeigt.
„Playback“ steht in Resonanz mit unserem weiteren Programm, das generationsübergreifend ausgerichtet ist und bei dem Klang und Musik ein polyfones Rückgrat der Ausstellungsgestaltung bilden. Steinas Environments entfalten sich wie Partituren: Stimmen brechen in Loops, Bilder dehnen sich in rhythmischen Intervallen aus, und Landschaften schwingen kontrapunktisch mit. Jedes Werk komponiert sich gleichsam selbst in Abhängigkeit von seinem Beziehungsgeflecht – es verändert sich, wird fragmentiert und polyfon. Steinas Werke bleiben stets offen, sind nie abgeschlossen und tragen ihren Rhythmus weiter wie Echos in einer fortlaufenden Partitur, in der Kunst und Wahrnehmung lauschen, sich anpassen und ständig neu orchestriert werden.
Die Ausstellung wird vom MIT List Visual Arts Center in Zusammenarbeit mit dem Buffalo AKG Art Museum organisiert. Sie wird co-kuratiert von Natalie Bell, MIT List Visual Arts Center, und Helga Christoffersen, Buffalo AKG Art Museum. Die koordinierenden Kuratorinnen im Haus der Kunst sind Lydia Antoniou und Marlene Mützel.
(Bild: Steina: Summer Salt, 1982 (still)
Einzelkanal-Video mit Ton; 19:10 min., Courtesy the artist and BERG Contemporary, Reykjavík)
Dauer
Fr 12.6.2026 - Mo 7.12.2026
Ort
Haus der Kunst
Prinzregentenstr. 1
D-80538 München
Die „Ausstellung der Ausstellungen“ an den Wänden des Südosttreppenhauses ergänzt und setzt die Historische Dokumentation in der Archiv Galerie fort. Als begehbare Chronik konzipiert, bietet sie den Besucher*innen einen umfassenden Überblick über die Ausstellungen seit den 1990er Jahren und lädt dazu ein, den Wandel des Haus der Kunst zu einem wichtigen globalen Zentrum für zeitgenössische Kunst mitzuerleben.
Die Stiftung Haus der Kunst München, gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH wurde 1992 gegründet und arbeitet nach einem Modell öffentlicher und privater Finanzierung. Bis heute hat das Haus der Kunst über 300 Ausstellungen organisiert, darunter zahlreiche bedeutende Projekte mit Künstler*innen, die einen nachhaltigen Veränderungsprozess angestoßen haben. Diese Projekte führten zu veränderten Perspektiven auf die Kunstgeschichte, innovativen kuratorischen Ansätzen und ambitionierten Ausstellungskonzepten, die sowohl inhaltlich als auch formal erweitert und neu gedacht wurden.
Diese Chronik entstand im Rahmen einer kontinuierlichen Archivierungsarbeit, die die Geschichte und die künstlerischen Programme des Haus der Kunst dokumentiert. Sie bildet die Grundlage für eine vielschichtige Reflexion, die über die Geschichte der eigenen Institution hinausgeht und eine kritische Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Gegenwart ermöglicht, um den Blick für die Zukunft zu öffnen.
Kuratiert von Sabine Brantl
Grafische Gestaltung: Jean-Pierre Meier, Bureau Borsche
Dauer
Mo 23.12.2024 - Do 31.12.2026
Ort
Haus der Kunst
Prinzregentenstr. 1
D-80538 München
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Kontakt
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