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Literatur+Sprache | Lesung

Ovid - erzählt

Klassik Stiftung Weimar

Der Wandel ist das Wesen der Welt. In Ovids Geschichten erhält er in 1.000 Formen und Farben Gestalt. In der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, wo Geschichten seit so langer Zeit ein Zuhause haben, werden sie durch die alte Tradition des Erzählens ins Heute gebracht. Vor über 2.000 Jahren schrieb der römische Dichter Ovid ein einzigartiges Buch: die Metamorphosen. In über 200 Geschichten begegnen sich Menschen, Tiere und Pflanzen in ständigem Wandel. Die Welt entsteht und versinkt in den Fluten. Steine werden zu Menschen und Menschen zu Bäumen. Die Musik überwindet den Tod – bis ein Moment des Misstrauens ihn doch wieder siegen lässt. Oft sind die Geschichten überraschend aktuell und immer haben die Götter die Finger im Spiel. Jeder Erzählabend widmet sich einer Geschichte. Und das Beste: Das Publikum entscheidet, was beim nächsten Mal erzählt wird. Der Erzählabend findet jeden 1. Freitag im Monat in der Leselounge im Studienzentrum statt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Eintritt frei Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Literatur+Sprache | Lesung

Landschaft ohne Zeugen | Im Gespräch mit Ines Geipel

Klassik Stiftung Weimar

Nur wenige Tage nach dem Erscheinen ihres neuen Buches am 11. März 2026 stellt Ines Geipel „Landschaft ohne Zeugen. Buchenwald und der Riss der Erinnerung“ im Gespräch mit Justus H. Ulbricht vor. Auch 80 Jahre nach der Befreiung von Buchenwald ist die Erinnerung an den Holocaust, an Verfolgung und Vernichtung in bestimmten Milieus der „demokratischen Mitte“ zu wenig verankert. Die Angriffe auf das, was im Land Gedächtniskultur heißt, kommen nicht mehr nur von rechts. Warum? Ines Geipel taucht in ihrem neuen Buch „Landschaft ohne Zeugen“ noch einmal in die Vergangenheit ein, sucht nach den Quellen der Lagerwelt und befragt die Legenden nach 1945: von der Aufarbeitung im Westen bis zum antifaschistischen Staatsmythos der DDR. Das Gespräch zwischen Ines Geipel und dem Historiker Justus H. Ulbricht versucht, die Leerstellen im kulturellen Gedächtnis des wiedervereinigten Deutschlands auszuloten. Wo und wie beginnen wir mit der Renovierung unserer Erinnerungskultur, lassen den Opfern Gerechtigkeit widerfahren, ohne die Täter zu vergessen? Was bedeutet der aktuelle Umbruch in der Erinnerungskultur? Was muss gesichert sein mit Blick auf die deutsch-deutsche Gedächtnislandschaft? Ines Geipel ist Schriftstellerin, Hochschullehrerin und ehemalige DDR-Leichtathletin. Ihre literarischen und publizistischen Werke setzen sich mit der deutschen Gewaltgeschichte – sowohl des Nationalsozialismus als auch der DDR-Diktatur – auseinander. 2011 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz am Bande, 2020 den Lessingpreis für Kritik, 2021 den Marieluise-Fleißer-Preis und 2023 den Erich-Loest-Preis. Justus H. Ulbricht war von 1995 bis 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Klassik Stiftung Weimar. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen u.a. die Denkmalsgeschichte und Erinnerungskultur, die Kultur- und Politikgeschichte des deutschen Bildungsbürgertums (1800–1950) und Konzepte von „Heimat“ und „Identität“.
Literatur+Sprache | Lesung

Mein Großvater, der Täter

Deutsches Nationaltheater

In diesem sehr persönlichen Buch geht Lorenz Hemicker der Frage nach, wie das Verbrechen eines Familienmitgliedes die nächstfolgenden Generationen prägen kann. Im Spätherbst des Jahres 1941 ermordeten die SS und ihre Helfer über 27 000 Juden im Wald von Rumbula. Die Gruben für diesen Massenmord konstruierte der SS-Offizier Ernst Hemicker, der Großvater des Autors. Verurteilt wurde er dafür nie. Sein Enkel wächst Jahrzehnte später mit einer vagen Ahnung auf, welcher Verbrechen sich sein Großvater schuldig gemacht hat. Lorenz Hemicker nimmt die Spurensuche auf. Sie führt ihn an den Ort des Massakers, zu Überlebenden des Holocaust und in die deutschen Weltkriegsarchive. Moderation: Kevin Hanschke, Referent für internationale Kulturpolitik In Kooperation mit der Kulturdirektion der Stadt Weimar
Literatur+Sprache | Lesung

3. Wartburg Poetry-Slam

Wartburg Stiftung

“Worte, die wie Peitschen knallen. Sätze voller Wohlgefallen. Mit Poesie und Charme erzählt. Von der Wartburg in die Welt.” M.K. Wenn der Oktober die Natur renoviert und den Wald in bunten Farben leuchten lässt.Wenn die untergehende Sonne die Wartburg in ein magisches Licht taucht. Wenn Kraniche am Himmel freudig kreischend im gefiederten V nach Süden ziehen. Dann ist es Zeit für den Poetry Slam im höchsten Festsaal von Thüringen. Nach der herausragenden Publikumsresonanz der beiden Vorgänger-Veranstaltungen, erklimmen auch 2025 wieder die Slam Poeten den Burgberg, um im Wettstreit der Worte gegeneinander anzutreten. Wie auch in den Vorjahren heißt es für das Publikum, einen Sieger oder eine Siegerin zu finden, die/der würdig ist, die Krone des Siegers zu tragen. Beim 3. Wartburg Poetry Slam. Herzlich willkommen! Preiskategorie: 18,00 € - freie Platzwahl

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