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Ausstellungen / Museum Lutherhaus Eisenach Eisenach, Lutherplatz 8
Literatur / Lesung Erfurter Herbstlese e.V. Erfurt, Anger 37
Literatur

Monika Gruber, Andreas Hock:
Willkommen im falschen Film

Culturall.info - Buchtipps

Neues vom Menschenverstand in hysterischen Zeiten Ja, sind denn alle endgültig verrückt geworden? Kaum ist die Pandemie vorbei, geht der Wahnsinn weiter , wie Monika Gruber und Andreas Hock feststellen müssen. Egal, ob grüne Wärmepumpenfetischisten oder notorische PS-Protzer, verblendete Woke-Aktivisten oder ideologisierte Lehrer, besserwisserische Medienmacher und weltfremde Politiker: hier bekommt jeder sein Fett weg , der den gesunden Menschenverstand gegen Hysterie oder ein paar Gendersternchen eingetauscht hat. Gewohnt frech, scharfsinnig und bitterböse widmen sich die beiden wieder dem Zustand der Gesellschaft und legen zum Trost ein sehr, sehr lustiges Buch vor denn manchmal hilft gegen den Wahnsinn unserer Zeit nur noch Auswandern, Alkohol oder: Humor. »Ein kleines böses Buch zur Lage der Nation. Und zugleich eine Impfung gegen Hysterie und Panikmache.« Stern »Ein echtes Lesevergnügen, das nur die nicht komisch finden werden, die verlernt haben, über sich selbst zu lachen.« Münchner Merkur »Ein lustiger, kluger Appell für endlich mehr Miteinander.« Focus »Ein Kracher!« Frau im Spiegel
Literatur

Dirk Oschmann:
Der Osten: eine westdeutsche Erfindung

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»Der Osten hat keine Zukunft, solange er nur als Herkunft begriffen wird.« Was bedeutet es, eine Ost-Identität auferlegt zu bekommen? Eine Identität, die für die wachsende gesellschaftliche Spaltung verantwortlich gemacht wird? Der Attribute wie Populismus, mangelndes Demokratieverständnis, Rassismus, Verschwörungsmythen und Armut zugeschrieben werden? Dirk Oschmann zeigt in seinem augenöffnenden Buch, dass der Westen sich über dreißig Jahre nach dem Mauerfall noch immer als Norm definiert und den Osten als Abweichung. Unsere Medien, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft werden von westdeutschen Perspektiven dominiert. Pointiert durchleuchtet Oschmann, wie dieses Othering unserer Gesellschaft schadet, und initiiert damit eine überfällige Debatte.
Literatur

Martin Suter:
Melody

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In einer Villa am Zürichberg wohnt Alt-Nationalrat Dr. Stotz, umgeben von Porträts einer jungen Frau. Melody war einst seine Verlobte, doch kurz vor der Hochzeit – vor über 40 Jahren – ist sie verschwunden. Bis heute kommt Stotz nicht darüber hinweg. Davon erzählt er dem jungen Tom Elmer, der seinen Nachlass ordnen soll. Nach und nach stellt sich Tom die Frage, ob sein Chef wirklich ist, wer er vorgibt zu sein. Zusammen mit Stotz’ Großnichte Laura beginnt er, Nachforschungen zu betreiben, die an ferne Orte führen – und in eine Vergangenheit, wo Wahrheit und Fiktion gefährlich nahe beieinanderliegen. Hardcover Leinen 336 Seiten erschienen am 22. März 2023 978-3-257-07234-1 € (D) 26.00 / sFr 35.00* / € (A) 26.80
Literatur

Mathias Brodkorb: Gesinnungspolizei im Rechtsstaat?

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Der Verfassungsschutz als Erfüllungsgehilfe der Politik. Sechs Fallstudien Wird der Verfassungsschutz zu einer Gefahr für die freiheitlich-demokratische Grundordnung? Mathias Brodkorb legt den Finger in die Wunde. Dabei spart er auch das heikle Thema eines möglichen Parteiverbots der AfD nicht aus. Trotz aller Skandale, in die das Bundesamt für Verfassungsschutz im Laufe seiner Geschichte verwickelt war, genießt es in der deutschen Medienöffentlichkeit großes Vertrauen. Wer als »Beobachtungsfall« oder gar als »gesichert rechts- oder linksextrem« eingestuft und damit an den Pranger gestellt wird, ist öffentlich stigmatisiert und wird tendenziell vom demokratischen Diskurs ausgeschlossen. Da der deutsche Inlandsgeheimdienst keine exekutiven Befugnisse hat, ist er für die Gesinnungsprüfung der von ihm Beobachteten zuständig. Mathias Brodkorb analysiert in seinem neuen Buch die rechtlichen Grundlagen, Struktur und Aufgaben des deutschen Inlandsgeheimdienstes und zeigt in sechs Fallstudien, wie der Verfassungsschutz nicht nur oftmals von seiner Aufgabe hermeneutisch überfordert ist, sondern sich zunehmend politisch instrumentalisieren lässt. Mitunter agiert er dabei selbst verfassungswidrig. Demokratische Willensbildung beruht auf freiem Diskurs, der von keiner staatlichen Instanz politisch gelenkt wird. Der Verfassungsschutz aber deutet legitime Grundrechtsausübung häufig als gefährlichen politischen Extremismus. Seit der Corona-Pandemie gilt selbst robust vorgetragene Kritik an der Regierung als Fall für den Inlandsgeheimdienst. Damit wird er zur Gefahr für eine freiheitlich-demokratische Gesellschaft. Eine grundlegende Reform oder gar Auflösung der skandalträchtigen Behörde scheint dringend geboten. Autor(en): Mathias Brodkorb.
Literatur | Lesung

Die verbrannten Dichter

Klassik Stiftung Weimar

Buchvorstellung mit Jürgen Serke, moderiert von Thedel von Wallmoden und Hansgeorg Schmidt-Bergmann. 90 Jahre nach der Bücherverbrennung von 1933 erschien zuletzt als Neuausgabe im Wallstein Verlag Jürgen Serkes epochales Buch „Die verbrannten Dichter“. Darin zeichnet Serke die Lebensgeschichten jener exilierten Schriftstellerinnen und Schriftsteller nach, deren Werke von den Nationalsozialisten verbrannt wurden. Die Portraitserie erschien zunächst im STERN und holte vergessene Autoren wie Irmgard Keun, Walter Mehring, Armin T. Wegener, Ernst Toller und Yvan und Claire Goll in das öffentliche Bewusstsein zurück. Seine Arbeit führte zu einer Wiederentdeckung der Exilliteratur und beeinflusste die Lektüreinteressen in Deutschland maßgeblich. Jürgen Serke, geb. 1938, als Journalist und Autor tätig, widmet sich in seinen Büchern vor allem vergessenen und verfolgten Schriftstellern. Zu seinen Veröffentlichungen zählen u. a.: „Selma Meerbaum-Eisinger: Ich bin in Sehnsucht eingehüllt“ (2005, Hg); „Zu Hause im Exil. Dichter die eigenmächtig blieben in der DDR“ (1998), „Frauen Schreiben“ (1988); „Böhmische Dörfer“ (1987); „Das neue Exil: Die verbannten Dichter“ (1985). Eine Kooperation mit der Deutschen Schillerstiftung von 1859. Eintritt frei
Literatur | Lesung

Erster Wartburg-Slam im Festsaal

Wartburg Stiftung

1207 fand auf der Wartburg der legendäre Sängerwettstreit statt. Nach über 800 Jahren kommt es nun endlich wieder zu einem Wettstreit der Worte… Beim ersten Wartburg Poetry Slam treffen Thüringer Wortakrobaten auf ihre bundesweite Konkurrenz. Poetry Slam ist der Kampf unter den Wettbewerbern der Literaturszene. Es geht – wie beim Sängerkrieg – um Worte, um Inhalte und um die Performance…. Aber es entscheidet kein Landgraf wer gewinnt – sondern das Publikum mit seinem Applaus. Seit 2009 ist der Poetry Slam fester Bestandteil der Eisenacher Kulturszene. In diesem Jahr kehrt er dorthin zurück, wo er seine Wurzeln hat. Ein Feuerwerk der guten Worte, der fantastischen Sätze und der atemberaubenden Texte erwartet Sie…. Preiskategorien freie Platzwahl – 16 €
Literatur | Lesung

"Wenn Gedanken Flügel hätten" - Lebenslieder

Theater Erfurt

Ein musikalischer Abend mit Texten und Liedern aus einem sehr bewegten Leben. Matthias Gehler hat als Sprecher der letzten DDR-Regierung unter Lothar de Maizière deutsch-deutsche Geschichte geschrieben. In seinem Buch „Wenn Gedanken Flügel hätten“ erfahren wir viel über seine Zeit vor der Wende als Pfarrer, Journalist und Liedermacher. Es ist eine wunderbare Sammlung von Liedern und den dazu gehörenden Geschichten. Einen Teil seiner Lieder hat Gehler 2014 auf CD neu aufgenommen. Entstanden ist ein lebendiges Stück Zeitgeschichte ohne Nostalgie. Die Texte sind zeitlos und haben nichts von ihrer Aktualität verloren. In der STUDIO.BOX wird Gehler aus seinem Buch lesen und mit Musikerkollegen alte und neue Lieder präsentieren. Nach dem musikalischen Teil freuen wir uns auf das Gespräch mit ihm. ÜBER DEN AUTOR Matthias Gehler (Jahrgang 1954) wurde in Crimmitschau geboren. Er studierte Theologie, Psychologie und Kommunikation, war ab 1980 im kirchlichen Dienst tätig und ab 1987 als Redakteur im Verlag „Neue Zeit“. Nebenbei gab er als freischaffender Liedermacher ca. 50 Konzerte im Jahr. 1990 holte ihn Lothar de Maizière als Staatssekretär und Regierungssprecher in das Kabinett der ersten frei gewählten DDR-Regierung. Seine Stellvertreterin war damals Angela Merkel. Nach der Wiedervereinigung beriet er das Bundespresseamt. 1991 gehörte er zum Beraterstab des Rundfunkbeauftragten für die neuen Bundesländer und war maßgeblich an der Neuordnung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in den neuen Ländern beteiligt. Seit November 1991 arbeitete Matthias Gehler beim Mitteldeutschen Rundfunk. Er war Chefredakteur der Radio-, Fernseh- und Online-Programme des MDR in Thüringen.
Literatur | Lesung

Kurzprosa Ping Pong: Thema Raum

Theater Erfurt

UNSCHÄRFEGLEICHUNGEN MIT BARBARA KENNEWEG UND GÄSTE Bühne frei für Kurzprosa – eine in ihrer Pointiertheit einzigartige Äußerungsform für Autor:innen, die oft schlecht zwischen Buchdeckel passt, dafür umso besserauf die Bühne. Zwei Autor:innen, die sich prägnante literarische Miniaturen zuspielen. Zwei Musiker zwischen Electronoise und pianissimo im Spiel der Kontraste, und ein Spiel mit Raum und Zeit. Die Erkenntnis, dass es Raum und Zeit in der von uns wahrgenommenen Form nicht gibt, kam durch Albert Einstein. Die Idee, dass im Universum eine klare Ordnung herrsche, hat Niels Bohr auf den Kopf gestellt. Beiden wurde vor genau einhundert Jahren der Nobelpreis verliehen. Doch wir leben immer noch, als wäre von Raumzeit und Quanten nie die Rede gewesen. Oder doch nicht? Zwei Autor:innen stellen sich, musikalisch unterstützt, physikalischen Erkenntnissen: Wie lebe ich, wenn ich weiß, dass meine scheinbar so wahre Wahrnehmung der Welt unzureichend, ja fehlerhaft ist? Altersempfehlung 14+
Literatur

Uwe Tellkamp: Der Schlaf in den Uhren

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August 2015: Fabian Hoffmann, der einstige Dissident, steht als Chronist in Diensten der »Tausendundeinenachtabteilung« von Treva. Hier, in den Labyrinthen eines unterirdischen Reichs, arbeitet die »Sicherheit« an Aktivitäten, zu denen einst auch die Wiedervereinigung zweier geteilter Staaten gehörte. In diese Welt ist Fabian einem ihrer Kapitäne, Deckname »Nemo«, gefolgt, um herauszufinden, wer seine Schwester und seine Eltern verraten hat. Zugleich ist Fabian mit einer Chronik befasst, die zum 25. Jahrestag der Wiedervereinigung erscheinen soll. Doch es kommt anders. Fabian gerät auf eine Reise, die ihn tief in die trevische Gesellschaft und ihre Utopien hineinführt. Er analysiert Ordnungsvorstellungen und Prinzipien der Machtausübung, die Verflechtungen von Politik, Staatsapparat und Medien, beobachtet die Veränderungen im alltäglichen Leben. Immer mehr löst sich dabei seine Chronik von ihrem ursprünglich amtlichen Auftrag, streift zurück bis in das Dresden seiner Kindheit, in die stillstehende Zeit vor zwei Epochenjahren. Auf seiner Suche nach Ordnung und Sinn kämpft Fabian gegen die Windmühlen der Macht, die Fälschungen der Wirklichkeit, den Verlust aller Sicherheiten – und gibt doch den Traum von einer befreiten Zukunft nicht verloren. Roman
Literatur

Clemens J. Setz: Die Bienen und das Unsichtbare

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Georg-Büchner-Preisträger 2021 Pure meaning, pure poetry – diese Idee scheint Menschen in allen Jahrhunderten umzutreiben und anzustacheln. Sie ist der Motor für die Erfindung von Sprachen wie Esperanto, Volapük oder Blissymbolics. Den Anekdoten hinter diesen Plansprachen geht Clemens J. Setz in Die Bienen und das Unsichtbare nach, getreu dem Motto: »Erzähl die beste Geschichte, die du kennst, so wahr wie möglich.« Und diese Geschichte handelt unter anderem von Charles Bliss und seiner Symbolsprache, von Kindern mit Behinderung, die sich mit Blissymbolics zum ersten Mal ausdrücken können. Davon, wie Clemens J. Setz einen Sommer lang Volapük lernt und selbst eine eigene Sprache entwickelt. Es geht um die vermutlich einzige Volapük-Muttersprachlerin, die je gelebt hat, und die Plansprache Talossa für die gleichnamige Mikronation, die ein Teenager 1979 in seinem Schlafzimmer ausrief. Um Klingonisch und High Valyrian, eine Sprache, die für die Fernsehserie Game of Thrones geschaffen wurde. Und um Esperanto, die größte Erfolgsgeschichte in der Welt der Plansprachen, deren Sprecher unter Stalin und Hitler verfolgt wurden und durch die ein junger blinder Russe zum Dichter, Abenteurer und anarchistischen Weltgelehrten wurde. Stets ist es die eigenartige Vermengung von tiefer existenzieller Krise und Sprachenerfindung, die Setz aufspürt und die ihn in ihren Bann schlägt – und so ist dieses Buch auch die persönliche Geschichte des Sprachkünstlers Clemens J. Setz.
Literatur

Juli Zeh: Über Menschen

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Dora ist mit ihrer kleinen Hündin aufs Land gezogen. Sie brauchte dringend einen Tapetenwechsel, mehr Freiheit, Raum zum Atmen. Aber ganz so idyllisch wie gedacht ist Bracken, das kleine Dorf im brandenburgischen Nirgendwo, nicht. In Doras Haus gibt es noch keine Möbel, der Garten gleicht einer Wildnis, und die Busverbindung in die Kreisstadt ist ein Witz. Vor allem aber verbirgt sich hinter der hohen Gartenmauer ein Nachbar, der mit kahlrasiertem Kopf und rechten Sprüchen sämtlichen Vorurteilen zu entsprechen scheint. Geflohen vor dem Lockdown in der Großstadt muss Dora sich fragen, was sie in dieser anarchischen Leere sucht: Abstand von Robert, ihrem Freund, der ihr in seinem verbissenen Klimaaktivismus immer fremder wird? Zuflucht wegen der inneren Unruhe, die sie nachts nicht mehr schlafen lässt? Antwort auf die Frage, wann die Welt eigentlich so durcheinandergeraten ist? Während Dora noch versucht, die eigenen Gedanken und Dämonen in Schach zu halten, geschehen in ihrer unmittelbaren Nähe Dinge, mit denen sie nicht rechnen konnte. Ihr zeigen sich Menschen, die in kein Raster passen, ihre Vorstellungen und ihr bisheriges Leben aufs Massivste herausfordern und sie etwas erfahren lassen, von dem sie niemals gedacht hätte, dass sie es sucht. Juli Zehs neuer Roman erzählt von unserer unmittelbaren Gegenwart, von unseren Befangenheiten, Schwächen und Ängsten, und er erzählt von unseren Stärken, die zum Vorschein kommen, wenn wir uns trauen, Menschen zu sein. »Ein Buch, das einem die Augen öffnet für unsere bundesrepublikanische Wirklichkeit.« Denis Scheck / SWR Fernsehen lesenswert (25. März 2021)
Literatur

Ingo Schulze: Die rechtschaffenen Mörder

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Preis der Literaturhäuser 2021 Ingo Schulze erzählt davon, wie wird ein aufrechter Büchermensch zum Reaktionär wird – oder zum Revoluzzer? Norbert Paulini ist ein hochgeachteter Dresdner Antiquar. Lange Jahre finden Bücherliebhaber bei ihm Schätze und Gleichgesinnte zum Gedankenaustausch. Doch mit der Wende bricht das Geschäft ein, die Kunden bleiben weg. Paulini versucht mit aller Kraft, sein Lebenswerk zu retten. Doch er scheint dabei ein anderer zu werden. Er ist aufbrausend und zornig. Er wird beschuldigt, an fremdenfeindlichen Ausschreitungen beteiligt zu sein. Die Geschichte nimmt eine virtuose Volte: Ist Paulini eine tragische Figur oder ein Mörder?
Literatur | Lesung

...Britney One More Time

Theater Erfurt

Nach 13 Jahren unter Vormundschaft hat Britney Spears, die Prinzessin des Pop, wieder die Kontrolle über ihr Leben erlangt. Vor Gericht erklärte sie: "Your honor, I'm so angry it's insane...". Wie kommt es, dass Britney – ein weltberühmter Star – zur Sklavin unserer Vergnügungen wurde? Warum sind wir nicht in der Lage, Britney oder andere weibliche Ikonen auch als menschliche Wesen mit Rechten zu sehen? Warum sperren wir Prinzessinnen ein? Stephanie van Batum, Eva Layla Akiska, Elly Scheele und Anica Happich haben sich zu dem temporären Künstlerinnenkollektiv PHOENIX X BRITNEY zusammengeschlossen. Die Künstlerinnen laden das Publikum ein, Teil ihres Arbeitsprozesses zu werden. Sie lesen Auszüge aus ihrer Stückentwicklung ...Britney One More Time und wollen gemeinsam mit dem Publikum im Anschluss an die Lesung über ihren Arbeitsstand diskutieren. ...Britney One More Time ist ein Stück über Feminismus, Misogynie und Britney Spears. Die Lesung findet auf Englisch, Deutsch und Holländisch statt. Mitwirkende: Eva Layla Akiska, Anica Happich, Stephanie van Batum, Elly Scheele Text: Elly Scheele Eintritt frei max. Teilnehmer:innenzahl 20 Anmeldung franziska.bald@phoenixfestival.de
Literatur | Lesung

Kleingedrucktes - Unbedingt lesen IV

Theater Erfurt

Ks. Máté Sólyom-Nagy im Gespräch über Literatur. Diesmal mit: Simone Lappert „längst fällige verwilderung - Gedichte und Gespinste“ (erschienen bei Diogenes Verlag, 2022 Februar) In Simone Lapperts Lyrik vermoosen Gedanken und leuchtet der Mond siliziumhell. Die Liebe schmeckt nach Quitte, die Katastrophe nach Erdbeeren, und die Dichterin fragt sich, fragt uns: "sag, wie kommt man noch gleich ohne zukunft durch den winter?" Gedichte über Aufbrüche, Sehnsüchte, Selbstbestimmung und die fragile Gegenwart. Alle Sinne verdichten sich, aller Sinn materialisiert sich in diesen Texten voller Schönheit, Klugheit und Witz. Über die Autorin Simone Lappert, geboren 1985 in Aarau, studierte am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Mit ihrem Debütroman Wurfschatten stand sie auf der Shortlist des ZDF-aspekte-Preises, ihr Roman Der Sprung war für den Schweizer Buchpreis nominiert. Für ihre Lyrik wurde sie mit dem Heinz-Weder-Preis und einem Werkbeitrag des Fachausschusses Literatur Basel ausgezeichnet. Sie ist Präsidentin des Internationalen Lyrikfestivals Basel und war Schweizer Kuratorin für das Lyrikprojekt Babelsprech.International. Sie lebt in Zürich.
Literatur | Lesung

Kleingedrucktes - Unbedingt lesen III

Theater Erfurt

Ks. Máté Sólyom-Nagy im Gespräch über Literatur. Diesmal mit: Timo Feldhaus In seinem Buch Mary Shelleys Zimmer beschreibt Timo Feldhaus das Jahr 1816, als der Vulkan Tambora die Welt verdunkelte. Es ist der heftigste Vulkanausbruch der Neuzeit und bewirkt enorme Klimaveränderungen. Kalt und dunkel wird es, auch in Europa kommt es zu einem Jahr ohne Sommer. Timo Feldhaus folgt der riesigen Schwefelwolke, die die Welt verdüstert und beobachtet, was unter ihr geschieht: Goethe entdeckt die Wolkenwissenschaft, Caspar David Friedrich malt giftgelbe Sonnenuntergänge und die 18-jährige Mary Shelley, gerade mit ihrer Liebe aus London geflohen, versteckt sich vor den Unwettern bei Lord Byron, dem ersten Rockstardichter. Hier kommt dem stillen, hochtalentierten Mädchen die Idee für ihren ersten Roman: die Geschichte von Frankenstein und seinem Monster, die erste Science-Fiction. Über den Autor Der Berliner Journalist, geboren 1980, schreibt nach einem Studium der Literaturwissenschaft für die Süddeutsche Zeitung, für Zeit Online, Monopol und die Welt am Sonntag über Kunst- und Gesellschaftsthemen.
Literatur

Kirchner and Nolde. Expressionism. Colonialism

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Zwei Schlüsselfiguren des Expressionismus im Kontext des deutschen Kolonialismus Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) und Emil Nolde (1867–1956) lebten zur Zeit der deutschen Kolonialherrschaft, die sie sozialisierte und prägte. Der Band thematisiert ihre intensive Beschäftigung mit Kunst und Kultur aus anderen Teilen der Welt und betrachtet ihre Werke im historischen und ideologischen Kontext des ausgehenden Kaiserreichs.
Literatur

Sahra Wagenknecht: Die Selbstgerechten

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Mein Gegenprogramm - für Gemeinsinn und Zusammenhalt Urban, divers, kosmopolitisch, individualistisch – links ist für viele heute vor allem eine Lifestylefrage. Politische Konzepte für sozialen Zusammenhalt bleiben auf der Strecke, genauso wie schlecht verdienende Frauen, arme Zuwandererkinder, ausgebeutete Leiharbeiter und große Teile der Mittelschicht. Ob in den USA oder Europa: Wer sich auf Gendersternchen konzentriert statt auf Chancengerechtigkeit und dabei Kultur und Zusammengehörigkeitsgefühl der Bevölkerungsmehrheit vernachlässigt, arbeitet der politischen Rechten in die Hände. Sahra Wagenknecht zeichnet in ihrem Buch eine Alternative zu einem Linksliberalismus, der sich progressiv wähnt, aber die Gesellschaft weiter spaltet, weil er sich nur für das eigene Milieu interessiert und Diskriminierung aufgrund sozialer Herkunft ignoriert. Sie entwickelt ein Programm, mit dem linke Politik wieder mehrheitsfähig werden kann. Gemeinsam statt egoistisch.
Literatur

Ralph Knispel: Rechtsstaat am Ende

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Ein Oberstaatsanwalt schlägt Alarm »Oberstaatsanwalt Ralph Knispel findet für die Zustände in der Justiz drastische Worte.« Jeden Tag erlebt Oberstaatsanwalt Ralph Knispel den Bankrott von Recht und Gesetz aufs Neue. Hier legt er offen, wie es um die deutsche Justiz wirklich steht. Und entwickelt konkrete Ideen, mit denen sich die verlorene Macht zurückgewinnen lässt. Die Zustände sind besorgniserregend. Seit Jahren sind Polizei und Justiz dramatisch unterbesetzt. Tatverdächtige werden aus der Untersuchungshaft entlassen. Der Anteil aufgeklärter Straftaten geht zurück, Haftbefehle werden nicht vollstreckt. Die Folge: Immer mehr Menschen verlieren das Vertrauen in unser Rechtssystem. Ralph Knispel, der seit fast drei Jahrzehnten bei der Berliner Staatsanwaltschaft tätig ist, schlägt Alarm. Er berichtet von den eklatanten Fehlentwicklungen bei der Strafverfolgung, aber zeigt auch, dass es durchaus Lösungen gibt, damit der Rechtsstaat seine Pflichten gegenüber den Bürgern wieder erfüllen kann.

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