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Landschaft ohne Zeugen | Im Gespräch mit Ines Geipel
Klassik Stiftung Weimar
Nur wenige Tage nach dem Erscheinen ihres neuen Buches am 11. März 2026 stellt Ines Geipel „Landschaft ohne Zeugen. Buchenwald und der Riss der Erinnerung“ im Gespräch mit Justus H. Ulbricht vor. Auch 80 Jahre nach der Befreiung von Buchenwald ist die Erinnerung an den Holocaust, an Verfolgung und Vernichtung in bestimmten Milieus der „demokratischen Mitte“ zu wenig verankert. Die Angriffe auf das, was im Land Gedächtniskultur heißt, kommen nicht mehr nur von rechts. Warum? Ines Geipel taucht in ihrem neuen Buch „Landschaft ohne Zeugen“ noch einmal in die Vergangenheit ein, sucht nach den Quellen der Lagerwelt und befragt die Legenden nach 1945: von der Aufarbeitung im Westen bis zum antifaschistischen Staatsmythos der DDR. Das Gespräch zwischen Ines Geipel und dem Historiker Justus H. Ulbricht versucht, die Leerstellen im kulturellen Gedächtnis des wiedervereinigten Deutschlands auszuloten. Wo und wie beginnen wir mit der Renovierung unserer Erinnerungskultur, lassen den Opfern Gerechtigkeit widerfahren, ohne die Täter zu vergessen? Was bedeutet der aktuelle Umbruch in der Erinnerungskultur? Was muss gesichert sein mit Blick auf die deutsch-deutsche Gedächtnislandschaft? Ines Geipel ist Schriftstellerin, Hochschullehrerin und ehemalige DDR-Leichtathletin. Ihre literarischen und publizistischen Werke setzen sich mit der deutschen Gewaltgeschichte – sowohl des Nationalsozialismus als auch der DDR-Diktatur – auseinander. 2011 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz am Bande, 2020 den Lessingpreis für Kritik, 2021 den Marieluise-Fleißer-Preis und 2023 den Erich-Loest-Preis. Justus H. Ulbricht war von 1995 bis 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Klassik Stiftung Weimar. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen u.a. die Denkmalsgeschichte und Erinnerungskultur, die Kultur- und Politikgeschichte des deutschen Bildungsbürgertums (1800–1950) und Konzepte von „Heimat“ und „Identität“.
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Mein Großvater, der Täter
Deutsches Nationaltheater
In diesem sehr persönlichen Buch geht Lorenz Hemicker der Frage nach, wie das Verbrechen eines Familienmitgliedes die nächstfolgenden Generationen prägen kann. Im Spätherbst des Jahres 1941 ermordeten die SS und ihre Helfer über 27 000 Juden im Wald von Rumbula. Die Gruben für diesen Massenmord konstruierte der SS-Offizier Ernst Hemicker, der Großvater des Autors. Verurteilt wurde er dafür nie. Sein Enkel wächst Jahrzehnte später mit einer vagen Ahnung auf, welcher Verbrechen sich sein Großvater schuldig gemacht hat. Lorenz Hemicker nimmt die Spurensuche auf. Sie führt ihn an den Ort des Massakers, zu Überlebenden des Holocaust und in die deutschen Weltkriegsarchive. Moderation: Kevin Hanschke, Referent für internationale Kulturpolitik In Kooperation mit der Kulturdirektion der Stadt Weimar
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3. Wartburg Poetry-Slam
Wartburg Stiftung
“Worte, die wie Peitschen knallen. Sätze voller Wohlgefallen. Mit Poesie und Charme erzählt. Von der Wartburg in die Welt.” M.K. Wenn der Oktober die Natur renoviert und den Wald in bunten Farben leuchten lässt.Wenn die untergehende Sonne die Wartburg in ein magisches Licht taucht. Wenn Kraniche am Himmel freudig kreischend im gefiederten V nach Süden ziehen. Dann ist es Zeit für den Poetry Slam im höchsten Festsaal von Thüringen. Nach der herausragenden Publikumsresonanz der beiden Vorgänger-Veranstaltungen, erklimmen auch 2025 wieder die Slam Poeten den Burgberg, um im Wettstreit der Worte gegeneinander anzutreten. Wie auch in den Vorjahren heißt es für das Publikum, einen Sieger oder eine Siegerin zu finden, die/der würdig ist, die Krone des Siegers zu tragen. Beim 3. Wartburg Poetry Slam. Herzlich willkommen! Preiskategorie: 18,00 € - freie Platzwahl
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#LEST2025 - Lesung zum Gedenken an die Bücherverbrennung 1933
Deutsches Nationaltheater
Vor über 90 Jahren – am 10.5.1933 – standen deutschlandweit die Bücher von Autor*innen zumeist jüdischer Herkunft in Flammen. Es war eine der ersten Aktionen eines zutiefst unmenschlichen politischen Systems, das am 8.5.1945 besiegt wurde. Und doch werden immer wieder Stimmen laut, die die Verbrechen des NS-Regimes verharmlosen, verleugnen oder vergessen wollen. Darum: #LEST gemeinsam mit Ensemblemitgliedern des DNT und Bürger*innen der Stadt Weimar Texte verfemter Autor*innen und derer vor, die sich als Nachgeborene literarisch mit den Verbrechen auseinandersetzen. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus (BgR) Weimar und stellwerk junges theater Anmeldungen zum Mitlesen an weimar-gegen-rechts@web.de
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Goethe: Briefe. Historisch-kritische Ausgabe
Klassik Stiftung Weimar
Die Bandherausgeber stellen anhand ausgewählter Briefe die Ergebnisse ihrer Arbeit vor und geben einen Einblick in Goethes Gedankenwelt sowie die Vielfalt seiner Beziehungen zu den Zeitgenossen. Im Dezember 2024 ist Band 5 der historisch-kritischen Ausgabe von Goethes Briefen erschienen. Der Band enthält mit 733 Briefen an 49 Adressaten sämtliche derzeit bekannten Briefe Goethes aus den Jahren 1782 bis 1784. Mehr als in den Jahren zuvor wurde Goethe in die administrativen, ökonomischen und diplomatischen Angelegenheiten Sachsen-Weimar und Eisenachs einbezogen. Auch die (Wieder-)Entdeckung des Zwischenkieferknochens beim Menschen fällt in diesen Zeitraum. Goethes amtliche Tätigkeit, seine naturwissenschaftlichen und künstlerischen Interessen spiegeln sich in den Briefen. Sie sind oft die einzigen persönlichen Dokumente aus dieser Zeit und geben literarisch vermittelt und adressatenbezogen Auskunft über Goethes tägliches Leben, seine Gefühle und persönlichen Motivationen, seine Lektüren und literarischen Projekte. Die wichtigste Adressatin ist Charlotte von Stein, an die etwa drei Viertel der Briefe gerichtet sind. Anhand ausgewählter Briefe präsentieren Héctor Canal, Elke Richter, Sören Schmidtke und Bettina Zschiedrich die Ergebnisse ihres Kommentars und geben einen Einblick in Goethes Gedankenwelt sowie die Vielfalt seiner Beziehungen zu den Zeitgenossen.
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Der Bauernkrieg – Ein Medienereignis
Klassik Stiftung Weimar
Lesung und Vortrag mit Thomas Kaufmann zur Langen Nacht der Bibliotheken – in der Reihe „Lesen! Buchvorstellungen in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek“
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