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Aufführungen | Musiktheater

Als wir nicht wussten, wer wir waren

Deutsches Nationaltheater

Musiktheater von Misha Cvijović Libretto: Jan Sobrie Manchmal fragt sich Nicky, ob sie nicht bei der Geburt mit ihrer Mutter vertauscht wurde – denn sie ist es, die sich zuhause um alles kümmern muss. Nach einem Streit ergreift sie kurzerhand die Flucht. Unterschlupf findet sie bei der ehemaligen Opernsängerin Gabriella. Doch während die beiden gemeinsam Theater spielen und mit dem Taxi die Stadt erkunden, bemerkt Nicky, dass mit Gabriella etwas nicht stimmt – hinter ihrer exzentrischen Fassade verbirgt sich eine Frau, die langsam beginnt, ihr bisheriges Leben zu vergessen. Die Komponistin Misha Cvijović und der Autor Jan Sobrie lassen in ihrem Musiktheater die Lebenswelten zweier Generationen aufeinandertreffen. Poetisch erzählen sie von alltäglichen Erfahrungen und Problemen junger und alter Menschen. Geertje Boeden inszeniert diese Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft auf der Studiobühne des DNT zugleich als Einladung in die fantastische Welt der Oper. Musikalische Leitung: Johannes Bettac Inszenierung: Geertje Boeden Bühne und Kostüme: Silja Reimer Dramaturgie: Sören Sarbeck Licht: Marcus Schale Altersempfehlung: 10+
Aufführungen | Oper

La Bohème

Deutsches Nationaltheater

Premiere: 31.10.2026 Oper in vier Bildern von Giacomo Puccini Libretto: Luigi Illica und Giuseppe Giacosa, nach dem Roman »Scènes de la vie de bohème« von Henri Murger Im weihnachtlichen Paris ist es kalt und die vier Künstler Rodolfo, Marcello, Schaunard und Colline sind chronisch pleite. Gemeinsam schlagen sie sich durch und feiern, wann immer es irgendwie möglich ist. Als Rodolfos Nachbarin Mimì bei ihm anklopft, verlieben sie sich ineinander. Die Liebe der beiden, die zunächst als wärmende Zuflucht erscheint, wird schnell von Mimìs Tuberkuloseerkrankung und der allgegenwärtigen Armut eingeholt. Geldmangel wird auch für Marcello und seine Freundin Musetta zur Zerreißprobe. Nach Trennungen, Eifersüchteleien und Missverständnissen bleibt ein Freundeskreis zurück, der die todkranke Mimì nicht vor dem Sterben bewahren kann. Puccinis »La Bohème« gehört zu den populärsten und bewegendsten Opern des Repertoires. Operndirektor Dorian Dreher und der Erste Kapellmeister Marco Alibrando erkunden in ihrer Interpretation des Weltklassikers die Figuren und ihre Träume. Freuen Sie sich auf eine ergreifende und zugängliche Version der tragischen Liebesoper. Musikalische Leitung: Marco Alibrando Inszenierung: Dorian Dreher Bühne und Kostüme: Mara Lena Schönborn Dramaturgie: Charlotte Hennen Licht: Andreas Heptner Chorleitung: Jens Petereit Uraufführung: 1. Februar 1896, Turin in italienischer Sprache mit deutschen Untertiteln
Aufführungen | Schauspiel

Utopie Bauhaus!

Deutsches Nationaltheater

Dokufiktionales Theater von Carolin Millner Zum Weimarer Themenjahr 2027 »Frauen in Weimar« Das Bauhaus war mehr als eine Schule – es war ein internationales Laboratorium für gesellschaftliche Visionen. Es ging um eine neue Gestaltung des Zusammenlebens und um neue Formen des Lernens, Wohnens und Arbeitens. Vor 100 Jahren endete das künstlerische Experiment in Weimar unter dem Druck konservativer und nationalsozialistischer Kräfte. Anhand einer Gruppe von jungen Menschen, die 1919 am neueröffneten Bauhaus ihr Studium beginnen, zeichnet die Stückentwicklung »Utopie Bauhaus!« die Lebenswege verschiedener Bauhäusler:innen wie Anni und Josef Albers von der Weimarer Republik bis in den Nationalsozialismus nach. Welche Debatten wurden unter den Studierenden und Lehrenden der Zeit geführt? Wie wurde hier gefeiert, geliebt und gestritten? Und wie etablierte sich Gemeinschaft? Für ihre Stücke verwebt die Regisseurin Carolin Millner Fiktion und Fakten zu einer unverkennbaren Theatersprache. Neben bekannten Koryphäen wie Gropius, Klee und Kandinsky geht es auch darum, die leiseren, unbekannteren Stimmen des Bauhaus zu entdecken und in ihrer Vielschichtigkeit kennenzulernen. Inszenierung: Carolin Millner Bühne und Kostüme: Maylin Habig Musik: Rupert Jaud Dramaturgie: Theresa Selter Licht: Tobias Schieferdecker
Aufführungen | Musical

Mein Freund Bunbury

Deutsches Nationaltheater

Premiere: 28.11.2026 Musical in sieben Bildern von Gerd Natschinski Buch und Gesangstexte: Jürgen Degenhardt und Helmut Bez frei nach Oscar Wilde Wer ist der mysteriöse Mr. Bunbury? Erfunden haben ihn der Krimiautor Algernon und sein Freund Jack, um ihren langweiligen Verpflichtungen zu entfliehen. Algernon will nämlich, statt den Gastgeber für seine Upperclass-Freunde zu spielen, lieber die Sunshine-Girls bewundern – vor allem Jacks Nichte Cecily, die heimlich an ihrer Revuekarriere feilt. Onkel Jack versucht wiederum, wenn er vorgibt bei Bunbury zu sein, Algernons reiche Cousine Gwendolen zu erobern, ohne sie über seine prekäre Herkunft aufzuklären. Dass es am Ende dieser rasanten Verwechslungskomödie ein Happy End gibt, ist nur möglich, weil alle Beteiligten sich in ihrem doppelten Spiel verwirren und ihre scheinbar unverrückbaren Grundsätze über den Haufen werfen. Doch wer ist Mr. Bunbury? Dieses Geheimnis lüftet sich, wenn niemand mehr damit rechnet. André Kaczmarczyk, der die Herzen des Publikums mit seiner Version von »Kiss me, Kate« erobert hat, inszeniert den Welterfolg des DDR-Komponisten Gerd Natschinski, für den Oscar Wildes Komödie »Ernst sein ist alles oder Bunbury« Pate stand. Musikalische Leitung: Johannes Bettac Inszenierung: André Kaczmarczyk Bühne: Ansgar Prüwer Kostüme: Martina Lebert Choreografie: Louis Stiens Dramaturgie: Beate Seidel Licht: Jörg Hammerschmidt Chorleitung: Laura Brannath Uraufführung: 2. Oktober 1964, Berlin
Aufführungen | Schauspiel

Kleiner Mann – was nun?

Deutsches Nationaltheater

Premiere: 4.11.2026 Schauspiel nach dem gleichnamigen Roman von Hans Fallada Theaterfassung von Jette Büshel entwickelt in Zusammenarbeit mit Jonas Götzinger und Emil Gutheil Pinneberg und Lämmchen lieben sich und halten an ihrem kleinen Glück fest – trotz Wirtschaftskrise, Armut und politischer Umbrüche im Berlin der Weimarer Republik. »Nur nicht arbeitslos werden« – so lautet die oberste Devise im Überlebenskampf der kleinen Angestellten. Aber was tun, wenn morgen alles anders ist? Falladas Roman zeigt eine von ökonomischen Zwängen beherrschte Welt, in der Menschen wie Raubtiere die Großstadt bewohnen. Nüchtern, aber nicht ohne Hoffnung thematisiert Jette Büshels erfolgreiche Bühnenadaption eine sich radikalisierende Gesellschaft, in der Freundschaft und Liebe schwer zu finden sind. Die Inszenierung wurde 2022 für das Körber Studio Junge Regie ausgewählt und ist nun auf der Studiobühne des DNT zu sehen. Inszenierung und Bühne: Jette Büshel Kostüme: Kati Stubbe Dramaturgie: Theresa Selter Licht: Marcus Schale
Aufführungen | Schauspiel

Kairos

Deutsches Nationaltheater

Schauspiel basierend auf dem Roman von Jenny Erpenbeck in einer Theaterfassung von Beate Seidel Ostberlin Ende der Achtziger: Die 19-jährige Katharina verliebt sich in den mehr als 30 Jahre älteren Hans. Hans ist verheiratet, hat einen Sohn und ist als Schriftsteller Teil der Ostberliner Kunstszene. Katharina ist fasziniert von diesem Mann, der ihr mit Kunst und Philosophie neue Welten eröffnet. Sie empfindet diese Begegnung als besonderen Augenblick: als »Kairos«. Doch zunehmend schreibt ihr Hans vor, wie sich ihre Liebesgeschichte entfalten darf. Während sie darum kämpft, sich aus dem vergifteten Beziehungsgeflecht zu lösen, bricht das politische System der DDR zusammen. Jenny Erpenbecks Erfolgsroman wurde 2024 mit dem renommierten »International Booker Prize« ausgezeichnet und ist nun in einer Theaterfassung am DNT zu sehen. Auf der Studiobühne werden Hans und Katharina in einer schmerzhaften Rückschau den Leerstellen ihrer eigenen Geschichte auf die Spur kommen. Inszenierung: Beate Seidel Bühne und Kostüme: Silja Reimer Dramaturgie: Eva-Sophia Haußen Video: who-be Musik: Johannes Winde Licht: Marcus Schale Dauer: 1 Std. 30 Min.
Aufführungen | Schauspiel

Maß für Maß

Deutsches Nationaltheater

Komödie in fünf Akten von William Shakespeare, aus dem Englischen von Thomas Brasch Die Sitten der Stadt sind vor die Hunde gegangen – das muss der Herzog von Wien einsehen. Die Lösung: Er setzt den strengen Angelo als seinen Stellvertreter ein und mischt sich verkleidet unter das Volk. Dieses erschaudert schon bald vor der Unbarmherzigkeit des neuen Hardliners, der den jungen Claudio wegen ›vorehelichen Beischlafs‹ hinrichten lassen will. Doch dann verstrickt sich Angelo in sein eigenes Begehren und nutzt seine Macht schamlos aus. Schnell wird klar: Hier wird mit zweierlei Maß gemessen! In seiner dunklen Komödie aus dem Jahr 1603 prangert Shakespeare die Doppelmoral der Tugendhaften an und fragt nach der Verantwortung, die jede:r für die Gesellschaft trägt. Schauspieldirektor Timon Jansen und Ensemble gehen dem berühmten ›problem play‹ in einem lustvollen Schauspiel auf den Grund. Inszenierung: Timon Jansen Bühne und Kostüme: Philip Rubner Musik: Clemens Rynkowski Dramaturgie: Theresa Selter Licht: Andreas Heptner Dauer: 3 Std. 0 Min. Einführung: 30 Minuten vor Beginn der Vorstellung im Foyer
Aufführungen | Schauspiel

Weiße Rose: Stimmen des Widerstands

Deutsches Nationaltheater

Was bedeutet es, Widerstand zu leisten und wann ist der Moment dafür gekommen? Eine Gruppe junger Erwachsener erkannte 1942 die Bedrohlichkeit des NS-Regimes in Deutschland. Unter dem Namen »Weiße Rose« riefen sie mit Flugblättern zum Widerstand auf und forderten Freiheit. Gemeinsam mit jungen Erwachsenen und den beiden Sänger:innen des Thüringer Opernstudios will das Theaterduo hashtagmonike (Henrike Commichau und Mona Vojacek Koper) erforschen, was Widerstand heute bedeutet und wann er geboten ist. Ausgehend von der »Weißen Rose« und ihren Mitgliedern sollen Ausdrucksmöglichkeiten für den abstrakten Begriff ›Widerstand‹ gesucht werden, um seiner Geschichte und Bedeutung näher zu kommen. Musikalische Leitung: Emanuel Winter Künstlerische Leitung: hashtagmonike (Henrike Commichau & Mona Vojacek Koper) Künstlerische Mitarbeit: Pina Bergemann Bühne und Kostüme: Lara Arnold Dramaturgie: Charlotte Hennen Licht: Philipp Münnich Stückentwicklung in deutscher Sprache
Aufführungen | Schauspiel

Stella

Deutsches Nationaltheater

Cäcilie reist zur Baronesse Stella, um für ihre Tochter eine Anstellung zu finden. Obwohl sich die zwei Frauen kaum kennen, vertrauen sie sich einander an. Beide wurden von ihrem Geliebten verlassen. Als Fernando ebenfalls eintrifft, um Stella wiederzusehen, wird Cäcilie bewusst: Er ist der Vater ihrer Tochter und derselbe Mann, den auch Stella liebte. Die Vorstellung einer Dreierbeziehung geriet bei der Hamburger Uraufführung zum Skandal. 30 Jahre später erarbeitete Goethe eine Weimarer Fassung mit tragischem Schluss, die schließlich den Beifall des Publikums fand. Regisseurin Patricija Katica Bronić untersucht in ihrer Inszenierung unser heutiges Verhältnis zu Gemeinschaft und Gefühlen. Im Spiel mit Erwartungen eröffnet sie eine fantasievolle Welt der Liebenden. Inszenierung: Patricija Katica Bronić Bühne und Kostüme: Jana Furrer / Lenki Behm Sounddesign / Komponist: Mischa Nüesch Dramaturgie: Hermann Mueller Dauer: 1 Std. 25 Min.
Aufführungen | Schauspiel

Faust et Hélène & Faust :: Mein Brustkorb : Mein Helm

Deutsches Nationaltheater

FAUST ET HÉLÈNE Lyrische Episode von Lili Boulanger nach »Faust II« von Johann Wolfgang von Goethe Dichtung: Eugène Adenis Transkription für kleines Orchester (2023): Eberhard Kloke in französischer Sprache mit deutschen Untertiteln Uraufführung: 1913, Paris FAUST :: MEIN BRUSTKORB : MEIN HELM Drama von Werner Schwab frei nach »Faust« von Johann Wolfgang von Goethe Uraufführung: 29. Oktober 1994, Potsdam Schwabs Faust tobt in seinem einstigen Studierzimmer. Gefangen in seiner Suche nach dem Sinn des Lebens, wütet er in Tat und Sprache. Er misshandelt sogar seinen Famulus Wagner, während Mephisto und Gretchen ein schrecklich-schauriges Liebespaar abgeben. Bei Boulanger wird Faust unstillbar von Helena, der schönsten Frau der Antike, in den Bann gezogen. Doch sie warnt ihn: Obsessionen haben viel zu viel Leid in der Geschichte bewirkt. Um nicht unterzugehen, muss er sie ziehen lassen. Eine Lyrische Episode und ein Schauspiel treffen aufeinander – in zwei Werken unterschiedlicher Form und Sprache, vereint durch ihre Musikalität. Die jung verstorbene Ausnahmekomponistin Lili Boulanger schrieb die Kantate 1913 unter den Vorzeichen des Ersten Weltkriegs. Werner Schwab gilt als einer der exzentrischsten Dramatiker der 1990er-Jahre und hinterließ wilde wie wahnwitzige Texte. Regisseur Valentin Schwarz setzt mit seiner Inszenierung dieser sich kontrastierenden Werke den Auftakt für das jährlich am DNT Weimar stattfindende »Kontrastspiel«. Altersempfehlung: 16+ Dauer: 1 Std. 55 Min. Einführung: 30 Minuten vor Beginn der Vorstellung im Foyer Im Anschluss an alle Aufführungen laden wir zum Nachgespräch ein.
Aufführungen | Schauspiel

FAUST. Der Tragödie erster Teil

Deutsches Nationaltheater

Im ersten Teil der Tragödie hadert der in die Jahre gekommene Wissenschaftler Heinrich Faust mit sich und dem ganzen Universum. Sein Drang, das »Unbedingte in einer bedingten Welt« zu erringen, stößt an die Grenzen, die ihm physisch und moralisch auferlegt sind. Der Pakt mit Mephisto, dem Teufel, bietet einen Ausweg aus diesem Dilemma, auch wenn der Preis hoch ist: Denn Innehalten, und sei es auch nur für einen Augenblick, schließt sich von da an aus. Die Jagd nach Selbstverwirklichung, flüchtigem Genuss und Selbstoptimierung hat begonnen.Und sie fordert Opfer. Bereits mehrfach hat sich Jan Neumann am DNT Weimar mit dem klassischen Kanon auseinandergesetzt und mit seinem Zugriff auf die jeweiligen Stoffe das Publikum begeistert. Seine Inszenierung von Goethes »Faust« knüpft ganz im Sinne des Dichters an die Prämisse im »Vorspiel auf dem Theater« an: »So schreitet in dem engen Bretterhaus/Den ganzen Kreis der Schöpfung aus,/ Und wandelt mit bedächt’ger Schnelle/ Vom Himmel durch die Welt zur Hölle.« Regie: Jan Neumann Bühne: Matthias Werner Kostüme: Nini von Selzam Musik: Johannes Winde Dramaturgie: Beate Seidel Licht: Jörg Hammerschmidt Video: who-be Dauer: 3 Std. 30 Min, eine Pause Einführung: 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Foyer
Aufführungen | Schauspiel

Der Geisterseher

Deutsches Nationaltheater

Ein junger Prinz wird in Venedig in einen Strudel rätselhafter Ereignisse gezogen: Er wird verfolgt, erhält unheilvolle Prophezeiungen und gerät immer tiefer in die Fänge eines Geheimbunds. Hin- und hergerissen zwischen Rationalität und dem Übersinnlichen wird er zum Ziel einer politischen Intrige. Was passiert, wenn die Kräfte der Vernunft ins Wanken geraten? Angesiedelt zwischen Kriminalroman und philosophischer Studie erzählt Friedrich Schillers Publikumserfolg von unserer bis heute anhaltenden Faszination für Verschwörungen und das Unheimliche. Der französische Regisseur Robin Ormond versetzt das fiktive Venedig in den Weimarer Stadtraum der Gegenwart. Das Publikum folgt dem jungen Prinzen in ein fesselndes Verwirrspiel zwischen Schein und Realität. Schauspiel nach dem gleichnamigen Romanfragment von Friedrich Schiller Inszenierung: Robin Ormond Ausstattung: Pauline Schwarz Dramaturgie: Theresa Selter Komposition/Sounddesign: Johannes Winde Beginn: Kassenhalle des DNT, Nacheinlass nur innerhalb der ersten 15 Minuten // Ende: Weimarer Innenstadt (kein Rundgang) Barrierefreiheit: Die Route ist nicht barrierefrei. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Wir empfehlen für die Veranstaltung wetterfeste Kleidung. Bei Regen stehen Ponchos zur Verfügung. Sollte aufgrund von Witterung ein Abbruch notwendig sein, erfolgt dieser immer vor Ort. Dauer: 1 Std. 20 Min.
Aufführungen | Musiktheater

Messias

Deutsches Nationaltheater

Händels »Messias« erzählt die biblische Geschichte des gemeinsamen Wartens und Hoffens auf Rettung und Erlösung. Die von Händel in nur 24 Tagen musikalisch bebilderten Bibeltexte verzichten dabei auf eine fortlaufende Handlung. Stattdessen entfalten sich in den drei Teilen des Oratoriums drei thematisch geordnete Collagen, die Verheißung, Passion und Erlösung des Messias hörbar machen. Über der Erzählung von Schöpfung, Leiden und Auferstehung schwebt die Frage: Worauf dürfen wir hoffen, wenn wir in Gemeinschaft leben? Ein Bürger:innenchor aus Weimar geht gemeinsam mit dem Opernchor und Ensemblemitgliedern des DNT dieser Frage auf den Grund. Unter der musikalischen Leitung von Musikdirektor Daniel Carter und der Regie von Jochen Biganzoli kommen nicht nur über 100 Stimmen auf der Bühne zusammen, sondern auch über 100 Ideen von Hoffnung und Erlösung in unserer Gegenwart. Das partizipative Chorprojekt findet im Rahmen des Kunstfest Weimar statt. Messiah Oratorium in drei Teilen von Georg Friedrich Händel (HWV 56) Libretto: Charles Jennens, auf der Basis der »King James«-Bibel Vorstellungsdirigate: Daniel Carter / Marco Alibrando Sopran 1: Emma Moore Sopran 2: Adèle Clermont Alt: Sarah Mehnert Tenor: Simon Bode Bass: Jacob Harrison Bürger:innenchor Opernchor des DNT Staatskapelle Weimar Uraufführung: 13. April 1742, Dublin Zuletzt am DNT: Spielzeit 1945/46 in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln Dauer: 2 Std. 40 Min. Einführung: 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Foyer
Aufführungen | Schauspiel

Faust. Der Tragödie zweiter Teil

Deutsches Nationaltheater

Kurz vor seinem Tod war das Werk, das Goethe 60 Jahre seines Lebens auf unterschiedlichste Weise beschäftigt hatte, abgeschlossen: Faust. Der Tragödie zweiter Teil. Dem zeitgenössischen Publikum traute er allerdings eine fundierte Wahrnehmung dieses komplexen dichterischen Kosmos nicht zu, denn das, was Goethe darin über die Welt notiert, reichte weit in die Zukunft und mündet direkt in unsere Gegenwart: Nachdem Faust aus seinem Heilschlaf erwacht ist, beginnt die Suche nach dem Unbedingten in einer bedingten Welt erneut. Durch Vergangenheit und Zukunft jagt der Protagonist, getrieben von Mephisto, erfindet mithilfe seines Antipoden das Papiergeld, durchstreift mittels künstlicher Intelligenz die Antike und gewinnt Kriege und Land. Während Faust zum Verbrecher an Mensch und Natur wird, befeuert Mephisto dessen Eroberungsmentalität und wartet zugleich auf die Einlösung der Wette. Dieser Augenblick scheint endlich gekommen, als der erblindete Faust in einer wahnwitzigen Vision die künftige Gesellschaft heraufbeschwört. Goethes »Faust II« ist eine Herausforderung für das Theater. Dieser stellt sich der ukrainische Regisseur Stas Zhyrkov, der die Ikone der Weimarer Klassik in einer Neuinszenierung, die auf aktuelle Bezugspunkte setzt, wieder auf die Bühne des DNT bringt. Uraufführung (unvollständig): 7. Mai 1876, Weimar Inszenierung: Stas Zhyrkov Übersetzer: Sebastian Anton Bühne: Jan Hendrik Neidert Kostüme: Lorena Díaz Stephens Co-Regie Puppe/Maske: Matteo Spiazzi Musik/Sounddesign: Marco Girardin Dramaturgie: Pavlo Arie / Beate Seidel Licht: Christian Schirmer
Aufführungen | Schauspiel

Arbeit und Herkunft

Deutsches Nationaltheater

40 Menschen aus Weimar haben sich bei uns gemeldet und ihr Interesse an dem Themenkomplex Arbeit und Herkunft bekundet. Wir haben davon sieben Interviewpartner:innen und gleichzeitig auch Spieler:innen für diese Theaterarbeit ausgewählt und sie zu ihrem Werdegang und ihrer Sicht auf unsere Gesellschaft befragt. Daraus ist – inspiriert von Didier Eribons »Rückkehr nach Reims« – die Fassung des Stücks entstanden. Auch Didier Eribon, Arbeiterkind, französischer Soziologe und Philosoph, der eigentlich Gymnasiallehrer werden wollte, aber an der Zugangsprüfung scheiterte, schreibt in seinen biografischen Essays über Erfahrungen als Grenzgänger zwischen sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Diskrepanzen. Ausgehend von biografischen Geschichten und Kreativem Schreiben in Form von Briefen an die Arbeitswelt sehen wir in diesem Stück Menschen im Alter von 19 bis 64 Jahren, die aus Nicht-Akademiker Häusern kommen, von beruflichen Lebenswegen, ihrer Erziehung und Erfolgsgeschichten erzählen. Inszenierung: Stephan Mahn Bühne und Kostüme: Petra Linsel-Mahrer Musik: Philipp Münnich Dramaturgie: Angelika Andrzejewski Licht: Thomas Geiler Altersempfehlung: 14+
Aufführungen | Musiktheater

Heute Nacht oder Nie

Deutsches Nationaltheater

Musiktheater von Dirk Sobe & Sören Sarbeck Die Comedian Harmonists lieferten den Sound für die Weimarer Republik. 1928 in einer Berliner Mansarde gegründet, gelang ihnen bald der internationale Durchbruch. Doch die Karriere des Sextetts währte nur kurz: 1935 erhielten die drei jüdischen Mitglieder im nationalsozialistischen Deutschland Berufsverbot und emigrierten ins Ausland. Ihr Repertoire zwischen Jazz, Schlagern und Komik ist bis heute fester Teil unserer Erinnerungen an diese Zeit. Mit frechen Arrangements, frischen Texten und neuen Gesichtern kehren die Comedian Harmonists zurück auf die Bühne des DNT und lassen Lieder und Geschichte der legendären Gruppe lebendig werden – von »Ein Freund, ein guter Freund« bis »Mein kleiner grüner Kaktus«. Musikalische Leitung und Einstudierung: Dirk Sobe Inszenierung: Geertje Boeden Ausstattung: Philip Rubner Choreographie: Nadja Görts Dramaturgie: Sören Sarbeck Licht: Andreas Heptner Dauer: 1 Std. 25 Min
Aufführungen | Musical

Kiss me, Kate

Deutsches Nationaltheater

Musicalstar Lilli Vanessi und ihr Produzent und Spielpartner Fred Graham haben eine Beziehungskrise: In der Musical-Version von Shakespeares Komödie »Der Widerspenstigen Zähmung« fliegen zwischen ihnen die Fetzen. Und als dann noch zwei theaterliebende Gangster ins Spiel kommen, um Fred zu erpressen, entfaltet sich ein irrwitziger Krimi, der für komödiantische Verwirrung sorgt. Wie kann man Herzen brechen? »Schlag nach bei Shakespeare!«, lautet ein Tipp für alle. Dieser und viele weitere Ohrwürmer machten das Musical seit seiner Uraufführung 1948 zu einem Welterfolg. Der preisgekrönte Schauspieler und Regisseur André Kaczmarczyk wird den Broadway-Hit inszenieren und die Geschichte voller Beziehungskrisen dabei bunt und aus heutiger Perspektive beleuchten. Musik und Gesangstexte von Cole Porter Buch von Sam und Bella Spewack Deutsch von Susanne Wolf Musikalische Leitung: Johannes Bettac Inszenierung: André Kaczmarczyk Bühne: Ansgar Prüwer Kostüme: Martina Lebert Choreografie: Louis Stiens Dramaturgie: Beate Seidel / Charlotte Hennen Licht: Jörg Hammerschmidt Chorleitung: Laura Brannath Uraufführung: 30. Dezember 1948, New York Zuletzt am DNT: Spielzeit 1969/70 in deutscher Sprache Die Aufführung von KISS ME, KATE erfolgt durch besondere Vereinbarung mit Concord Theatricals GmbH, namens und im Auftrag von Tams-Witmark LLC. Dauer: 3 Std. 15 Min.
Aufführungen | Schauspiel

Don Quijote

Deutsches Nationaltheater

Der selbsternannte Ritter Don Quijote will die Welt von Ungerechtigkeiten befreien. Berufserfahrung hat er keine, aber immerhin eine Menge guter Rittergeschichten gelesen. In improvisierter Rüstung und mit seinem treuen Knappen Sancho Panza an der Seite tritt er in den Kampf gegen blutrünstige Armeen, grausame Riesen und vor allem gegen die Realität. Eigentlich ist Don Quijote ein Ritter mit Holzschwert, der es mit Windmühlen und Schafen aufnimmt und immer wieder neue Fantastereien entspinnt, um der Welt nicht allein gegenüberzustehen. Miguel de Cervantes’ spanisches Epos erzählt von dem »Ritter von der traurigen Gestalt«. In dem 1605 erschienenen Roman untersucht er die Faszination, Tragik und Gefahr von Weltflucht. Regisseur und Schauspieldirektor Timon Jansen bringt »Don Quijote« in einer poetischen und kurzweiligen Bühnenfassung von Jakob Nolte auf die Studiobühne. Mit feinsinnigem Witz begibt er sich mit zwei Schauspieler:innen auf Abenteuerreise in den Strudel der Halbwahrheiten und geht der Frage nach: Was ist Fantasie, was Phantasma? Schauspiel von Jakob Nolte nach dem gleichnamigen Roman von Miguel de Cervantes Deutsch von Susanne Lange Inszenierung: Timon Jansen Bühne und Kostüme: William Joop Musik: Rupert Jaud Dramaturgie: Eva-Sophia Haußen Licht: Marcus Schale Uraufführung: 20. Juli 2019, Bregenz Dauer: 1 Std. 30 Min.
Aufführungen | Theater

Scherz, List und Rache

Klassik Stiftung Weimar

Komische Oper in vier Akten von Philipp Christoph Kayser (1787) Libretto von Johann Wolfgang von Goethe Goethe konzipierte Scherz, List und Rache, ein vieraktiges Dreipersonenstück mit viel Spielwitz, als Beitrag zur Entwicklung einer deutschen Oper nach dem Vorbild der italienischen opera buffa. Dahinter stand der Plan einer Literarisierung der komischen Operngattung. Dabei sah er den Text der »munteren Oper« als formgebend, die Vertonung als akustische Pantomime dazu. Sein Jugendfreund Philipp Christoph Kayser vertonte das Libretto dieses Experimentes daher in enger Zusammenarbeit mit Goethe. Kayser bedient sich dabei einer vielfältigen, farbigen Tonsprache mit deutschen und italienischen Einflüssen. Deutlich ist hier bereits die Tendenz zur durchkomponierten Oper. Unsere geschickt gekürzte Fassung strafft die Oper auf ein kurzweiliges Format, indem sie die in der Version von 1787 vorhandene Fülle an Redundanz in Text und Musik reduziert. Scapine und Scapin, ein junges Paar, werden vom geldgierigen alten Dottore um ihr Erbe betrogen, führen ihn aber in einem geschickten Intrigenspiel an der Nase herum und gewinnen am Ende ihr Erbe zurück. Scherz, List und Rache wurde mit 200–jähriger Verspätung 1993 in unserem Theater unter der Leitung von Hermann Dechant uraufgeführt. Nun ist diese Oper hier mit der lautten compagney BERLIN wieder zu erleben. Wir zeigen sie der Aufführungspraxis ihrer Entstehungszeit um 1787 entsprechend. Scapine: Birita Poulsen, Sopran Scapin: Christoph Pfaller, Tenor Doktor: Cornelius Uhle, Bassbariton lautten compagney BERLIN Musikalische Leitung: Wolfgang Katschner Regie und Dramaturgie: Nils Niemann Einstudierung: Walewein Witten Kostüme: André Markov Produktion: Silke Gablenz-Kolakovic Eine Koproduktion des Liebhabertheaters Schloss Kochberg – Theater an der Klassik Stiftung Weimar und der und der lautten compagney BERLIN
Aufführungen | Schauspiel

Ehekracher

Galli Theater Weimar

Wilma und Willy kennen sich schon lange. Deshalb kennen sie sich aus in der Kunst, Begegnung zu vermeiden. Wortreich und durchaus humorvoll gestalten sie ihren Alltag, ohne sich zu treffen, fast… bis zum Schluss… Diesen erprobten Ehekrachern zuzusehen, wird zum komödiantischen Hochgenuss mit Selbsterkenntnisgarantie! Was wie ein normaler Fernsehabend beginnt, wird zum komödiantischen Hochgenuss. Wie jeden Abend treffen sich Wilma und Willi vor dem heimischen Fernseher. Der „Ehealltag bei Familie Wutz“ scheint seinen gewohnten Gang zu nehmen. Doch plötzlich wollen sie es wissen. Der kleinen unterschwelligen Sticheleien überdrüssig, holen sie das sorgfältig geführte „Streitbüchlein“ hervor und setzen alles auf eine Karte. Bereits seit 2008 feiert das Theaterstück “EheKracher” auf vielen Bühnen deutschlandweit große Erfolge! Theaterstück von Johannes Galli Musik von Michael Summ Dauer: 80 Min Preise: 22/19/14 €

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