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Aufführungen | Schauspiel

Werther

Deutsches Nationaltheater

Lyrisches Drama in vier Akten von Jules Massenet Libretto: Édouard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann nach dem Roman »Die Leiden des jungen Werthers« von Johann Wolfgang von Goethe Die literarische Sensation des 18. Jahrhunderts: Der junge Werther verzweifelt an seiner unglücklichen Liebe zur bereits verlobten Lotte und sieht keinen anderen Ausweg als den Suizid. Über 100 Jahre trennen »Die Leiden des jungen Werthers« von Massenets Vertonung. Beide Werke verblüffen mit ihren unterschiedlichen Zugängen: In Goethes Roman ist Werther ein freigeistiger Künstler, der nach Selbstverwirklichung sucht. In der Oper? Ein Liebesträumer, der sich fern aller Konventionen in seiner Schwärmerei verliert. Mit diesem Klassiker eröffnen wir unsere neue Reihe »Pop-Up-Oper. Erleben Sie beliebte Musiktheaterwerke am DNT packend und intensiv! Musikalische Leitung: Marco Alibrando Inszenierung: Dorian Dreher Bühne: Philip Rubner Kostüme: Mara Lena Schönborn Dramaturgie: Sören Sarbeck Uraufführung: 16. Februar 1892, Wien Zuletzt am DNT: Spielzeit 2014/15 in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Aufführungen | Musical

Kiss me, Kate

Deutsches Nationaltheater

Musik und Gesangstexte von Cole Porter Buch von Sam und Bella Spewack Deutsch von Susanne Wolf Musicalstar Lilli Vanessi und ihr Produzent und Spielpartner Fred Graham haben eine Beziehungskrise: In der Musical-Version von Shakespeares Komödie »Der Widerspenstigen Zähmung« fliegen zwischen ihnen die Fetzen. Und als dann noch zwei theaterliebende Gangster ins Spiel kommen, um Fred zu erpressen, entfaltet sich ein irrwitziger Krimi, der für komödiantische Verwirrung sorgt. Wie kann man Herzen brechen? »Schlag nach bei Shakespeare!«, lautet ein Tipp für alle. Dieser und viele weitere Ohrwürmer machten das Musical seit seiner Uraufführung 1948 zu einem Welterfolg. Der preisgekrönte Schauspieler und Regisseur André Kaczmarczyk wird den Broadway-Hit inszenieren und die Geschichte voller Beziehungskrisen dabei bunt und aus heutiger Perspektive beleuchten. Uraufführung: 30. Dezember 1948, New York Zuletzt am DNT: Spielzeit 1969/70 in deutscher Sprache Die Aufführung von KISS ME, KATE erfolgt durch besondere Vereinbarung mit Concord Theatricals GmbH, namens und im Auftrag von Tams-Witmark LLC.
Aufführungen | Schauspiel

Frauenhochsaison

Galli Theater Weimar

Zwei Männer, eine Bühne voller Frauenkostümen und die über allem schwebende Frage: „Wie kommen wir hier raus?“ Karl Knall, alias Prof. Dr. Senfstößel, und Hartmut Harrer fordern sich in heißen Verkleidungen und scharfen Dialogen zu immer neuen Duellen heraus. In diesem doppelbödigen Spiel gelingt es ihnen schließlich, einen völlig überraschenden Ausweg zu finden. Eine ebenso spannende wie ausgesprochen unterhaltsame Begegnung zweier Männer, die um ihre Freiheit ringen. Theaterstück von Johannes Galli Es spielen: Krispin Wich & Ronald Gräfe Dauer: 80 Min Preise: 22/19/14 €
Aufführungen | Schauspiel

Die Heilige Nacht

Galli Theater Weimar

Saß Jesus mit seinen Jüngern am Heiligen Abend unter dem Weihnachtsbaum und sang „Oh du Fröhliche“? Seit mehr als 2000 Jahren feiern wir das Fest der Liebe. Aber was genau feiern wir da eigentlich? Was sind die Wurzeln dieses Festes? Was ist los im Kosmos? Lassen Sie sich überraschen und natürlich auch bestens unterhalten, wenn Krispin Wich, mit der Kraft des Mythos im Rücken, spielerisch die Themen und Bildern der weihnachtlichen Ereignisse jongliert. Er wird einen Bogen spannen ins Hier und Jetzt, verblüffend und humorvoll ganz neue und außergewöhnliche Blickwinkel auf vertraute Zusammenhänge einnehmen. Freuen Sie sich auf einen heiter – besinnlichen Abend und erleben Sie Weihnachten ganz neu. Dauer: 80 Min Preise: 18/15/12 €
Aufführungen | Schauspiel

Ehejubel

Galli Theater Weimar

Die beiden „Ehekracher“ Wilma und Willi haben 25 Jahre durchgehalten und wollen nun mit dem Fest der Silbernen Hochzeit ihre Ehe bejubeln. Doch gibt es Grund dafür? Alles ist vorbereitet, die Gäste geladen und beide haben sich Besonderes einfallen lassen. Dabei greifen sie wieder tief in die Schatzkiste ihrer Streitlust und überbieten sich, gemäß ihrem Motto, „Witze halten die Ehe am Leben“, mit ihren gegenseitigen Provokationen und Frechheiten. Die beiden Erzkomödianten geben noch einmal alles. Am Ende freilich schließt, wie könnte es anders sein, wie in einem Märchen, die Liebe einen Kreis um das Paar… Theaterstück von Johannes Galli Musik von Michael Summ Dauer: 80 Min Preise: 22/19/14 €
Aufführungen | Schauspiel

Ehekracher

Galli Theater Weimar

Wilma und Willy kennen sich schon lange. Deshalb kennen sie sich aus in der Kunst, Begegnung zu vermeiden. Wortreich und durchaus humorvoll gestalten sie ihren Alltag, ohne sich zu treffen, fast… bis zum Schluss… Diesen erprobten Ehekrachern zuzusehen, wird zum komödiantischen Hochgenuss mit Selbsterkenntnisgarantie! Was wie ein normaler Fernsehabend beginnt, wird zum komödiantischen Hochgenuss. Wie jeden Abend treffen sich Wilma und Willi vor dem heimischen Fernseher. Der „Ehealltag bei Familie Wutz“ scheint seinen gewohnten Gang zu nehmen. Doch plötzlich wollen sie es wissen. Der kleinen unterschwelligen Sticheleien überdrüssig, holen sie das sorgfältig geführte „Streitbüchlein“ hervor und setzen alles auf eine Karte. Bereits seit 2008 feiert das Theaterstück “EheKracher” auf vielen Bühnen deutschlandweit große Erfolge! Theaterstück von Johannes Galli Musik von Michael Summ Dauer: 80 Min Preise: 22/19/14 €
Aufführungen | Theater

Amanda

Galli Theater Weimar

Ein Clown nützt die Wartezeit auf seine Traumfrau Amanda, um sich in typisch männlichen Eroberungstaktiken zu üben. Wie er es auch versucht, ob als Sportskanone, Softy, Boxer, Westernheld, Macho oder Rockstar, ein Versuch nach dem anderen scheitert. Doch er gibt so lange nicht auf, bis sie am Ende dann doch nicht kommt… Ein clowneskes Vergnügen! Gern können Sie uns für Ihren Event auch exklusiv buchen! Wir spielen auf Ihrer Tagung, einem Kongress oder Ihrem Fest – deutschlandweit! Als Hit, bei Ihrer Geburtstagsfeier – ein unvergeßliches Ereignis. Theaterstück von Johannes Galli Es spielt Krispin Wich Dauer: 90 min Preise: 20/17/14 €
Aufführungen | Schauspiel

Froschkönig für Erwachsene

Galli Theater Weimar

Eine moderne, lustvolle Interpretation des ewigen Themas Mann- Frau, die die Sache ziemlich auf den Punkt bringt: Männer sind Frösche und warten auf die Frau, die sie zum richtigen Zeitpunkt und mit der nötigen Power an die Wand klatschen. Dann wird sich zeigen, ob sie die Chance nutzen, Prinzen zu werden, oder ob sie lieber Frösche bleiben. Tauchen Sie ein in das Beziehungsgeschehen zwischen Mann und Frau. Und tauchen Sie erheitert und bewegt wieder auf… Krispin Wich spielt und erzählt, dass es eine wahre Freude ist. Theaterstück von Johannes Galli Musik von Michael Summ Dauer: 80 Min Preise: 20/17/14 €
Aufführungen | Schauspiel

Die 7 Typen Show

Galli Theater Weimar

Professor Dr. Wichtig hält einen Vortrag über die Verschiedenartigkeit des Menschen im Allgemeinen und über 7 verschiedene menschliche Typen im Besonderen. Er nennt sie die Kellerkinder und wagt den Sprung ins Spiel. So werden jene Typen lebendig, die jeder kennt, gerne verdrängt und nach diesem Abend einfach lieben wird! Auch musikalisch gibt der Professor alles und erweckt mit seinen mitreißenden Songs die verschiedenen Typen. Ob Parodie, Monolog, Live-Gesang oder schlagfertiger Dialog mit dem Publikum, der Abend gerät in Bewegung und wird zu einem unvergesslichen Erlebnis! Es singt & spielt Krispin Wich Musik von Michael Summ Dauer: 80 Min Preise: 20/17/14 €
Aufführungen | Oper

Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg

Wartburg Stiftung

Große Romantische Oper von Richard Wagner am Originalschauplatz Eine nicht mehr wegzudenkende Tradition im Thüringer Kulturkalender sind die überaus geschätzten szenischen Aufführungen der Oper "Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg" am authentischen Ort. Die Oper, für die Wagner die Musik und das Libretto ersann, ist zugleich eine spannende Transformationsgeschichte kulturellen Erbes. Die Legende vom Sängerkrieg am kunstsinnigen Hof des Thüringer Landgrafen Hermann I. basiert auf einer Sammlung mittelhochdeutscher Dichtungen des 13. Jahrhunderts, die Wagner mit dem Tannhäuserstoff verband. Entstanden ist ein Werk, das bis heute den Namen der Wartburg in die ganze Welt trägt. Seit 2003 kann man Richard Wagners große romantische Oper im Festsaal der Wartburg erleben. Der Eindruck der Wartburg, die Wagner »ungemein warm« anregte, und die Gegebenheiten der Landschaft um Eisenach prägten sich ihm sofort als wirkungsvolle Szenerie für seinen »Tannhäuser« ein. In welchem Maße die Authentizität von Spiel- und Handlungsort die heutigen Tannhäuser-Aufführungen im Festsaal der Wartburg zu einem einzigartigen und unverwechselbaren Erlebnis machen, vermitteln die Worte des Musikkritikers Dr. Kevin Clarke: "Wagners romantische Oper in drei Aufzügen (1845), gegeben im Festsaal des Palas der echten Wartburg,…vor der natürlichen Kulisse dieses Prunkraums mit seinen neo-mittelalterlichen Fresken und Verzierungen des 19. Jahrhunderts [passen] so perfekt zu Wagners Musik..., dass man das Gefühl einer vollkommenen Symbiose von Raum und Musik hat".
Aufführungen | Aufführung

Wir sind das Volk

Deutsches Nationaltheater

Der Ruf »Wir sind das Volk« hat Geschichte(n) geschrieben. Doch wer nutzt die Losung heute für sich? Und wer fühlt sich gemeint? In Gesprächen mit Menschen aus Weimar und Umgebung findet sich vielleicht die ein oder andere Antwort auf diese Frage. Nach bald 35 Jahren hat die titelgebende Losung »Wir sind das Volk« bekanntermaßen unzählige Comebacks erlebt. Aber was genau in uns ruft nach dem »Volk«? Was rief 1989 danach? Was 1999? Warum wieder 2004 oder 2014? Was in uns ruft heute danach? Und hat sich die ursprüngliche Intension des Ausrufs mittlerweile tatsächlich in ihr Gegenteil verkehrt? Wer ist eigentlich »Wir« und begreift sich jeweils darunter? Was erzeugt dieses »Wir-Gefühl«? Was verbindet, was trennt das »Wir« voneinander? Und worauf können »Wir« uns einigen – auch bei größtmöglichen Meinungsunterschieden? Oder stehen »Wir« uns als so unversöhnliche Parteien gegenüber, die einander nichts mehr zu sagen haben? Luise Voigt und ihr Team wollen nicht bloß (negative) Bilanz ziehen und glauben daran, dass sich die Stadtgesellschaft, das hiesige »Wir«, allerhand zu sagen und gegenseitig zu erzählen hat. Menschen, die es qua Geburt oder Familie in die Stadt, Region, nach Deutschland verschlagen hat, andere, die durch ihren Beruf hier vorübergehend leben und wieder andere, die hier in der Stadt, der Region, in Deutschland Fuß fassen wollen. Menschen mit Biografien und Geschichten, mit Bürden und Haltung, mit Fragen und ihren je eigenen Antworten. »Wir sind das Volk« wird verschiedenste Stimmen zu Wort kommen lassen und macht sich auf die Suche nach den Ursachen und -gründen von Spaltung und Einigkeit, von Wut, Zuversicht und Zweifel. Ohne zu wissen, ob das gutgeht. Die Grundlage bilden Interviews mit Menschen aus Weimar und dem Thüringer Umland. Menschen aus Deutschland. Regisseurin Luise Voigt, die sich erstmals mit ihrer Inszenierung »Der Meister und Margarita« dem Weimarer Publikum vorgestellt hat, begibt sich zum Abschluss der Intendanz von Hasko Weber mit ihrer neuen Arbeit »Wir sind das Volk« mitten ins Herz der Stadt und der Menschen. Menschen wie Sie und ihr, wie Du und ich, wie wir? Regie: Luise Voigt Bühne & Kostüme: Maria Strauch Video & Musik: Frederik Werth Dramaturgie: Eva Bormann Dauer: 3 Std. 40 Min. mit Pause
Aufführungen | Schauspiel

Dumme Jahre

Deutsches Nationaltheater

Tilmann Köhler inszeniert das neue Stück von Thomas Freyer, in dem ein Paar Aufstieg und Fall der DDR erlebt. Und am Ende steht die Frage: »Habe ich wirklich das Beste aus allem gemacht?« Wolfgang und Regine leben gemeinsam mit ihren beiden Kindern in einer Kleinstadt in der DDR. Trotz der zwischenzeitlichen Trennung und ihrer unterschiedlichen Haltung zum realen Sozialismus lieben sie sich und halten (immer wieder) aneinander fest. So verstreicht das Leben, bis sich die Familie nach der Wende in einer neuen Welt orientieren muss. Wie soll ein Neuanfang gelingen, wenn alles Bekannte und Gewohnte, alles, was Sicherheit und Normalität versprach, nicht mehr gilt? Schließlich findet sich die gealterte Regine neben Wolfgang wieder und fragt sich: »Machen wir wirklich das Beste aus allem? Wolfgang und ich. Die Zeit rast. Ein halbes Leben fliegt vorbei. Aber ist es das Beste?« Und während Wolfgang sein Gedächtnis zunehmend verliert, unterzieht sich Regine einer Selbstbefragung und beginnt, sich zu erinnern… Autor Thomas Freyer, geboren und aufgewachsen in Gera, setzt seine stete Auseinandersetzung mit dem Erbe der DDR anhand dieser Familiengeschichte, fort. Tilmann Köhler, ebenfalls aus Gera stammend, kehrt für die Inszenierung ans DNT zurück, wo er bereits als Hausregisseur tätig war. Die beiden verbindet eine lange Arbeitsbeziehung. Regie: Tilmann Köhler Bühne: Karoly Risz Kostüme: Susanne Uhl Musik: Matthias Krieg Dramaturgie: Lisa Evers Stückdauer 1 Std. 50 Min.
Aufführungen | Schauspiel

Kannawoniwasein – Manchmal muss man einfach verduften

Deutsches Nationaltheater

für die Bühne bearbeitet von Bastian Heidenreich und Eva Bormann Gleich die erste Zugfahrt alleine birgt für Finn Ärger, dann aber ein unerwartetes Abenteuer. Dazu trägt vor allem Jola bei, die Finn unerschrocken zur Seite steht. Ein überraschendes Roadmovie, das zeigt, dass ein kreativer Umgang mit Regeln manchmal sehr hilfreich sein kann. Zum ersten Mal darf Finn alleine mit der Bahn fahren, nach Berlin – und prompt passiert es: Er wird beklaut. Klingelt da was? Finn jedenfalls, da die Schaffnerin ihm einfach nicht glauben will, muss den Zug vorzeitig verlassen und wird der Polizei übergeben. Die verursacht aber erstmal einen Auffahrunfall. Finn würde geduldig im Polizeiauto sitzen bleiben, wäre da nicht Jola, die plötzlich ans Fenster klopft und ihn zum Verduften ermutigt. Und eh Finn es sich versieht, brennen die beiden durch. Damit aber nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf. Jola bringt sogar einen Traktor zum Laufen und die beiden machen sich auf den Weg nach Berlin. Unterwegs treffen sie nicht nur den Alten Fritz, sondern auch eine Rockerbande, deren eines Mitglied Finn verdächtig bekannt vorkommt. Der Autor Martin Muser verheimlicht in seinem 2018 erschienenen und seither vielfach ausgezeichneten Roman gar nicht erst, dass die Geschichte an einen Kinderbuchklassiker erinnert und lässt Jola ausrufen: »Das ist ja genau wie in dem Buch … mit Emil und diesem gemeinen Herrn Grundeis!« Wo Kästners Emil eine ganze Bande begleitet, stellt Muser Finn die unerschrockene Jola zur Seite und gemeinsam lassen die beiden den gemeinen Rucksackdieb schließlich ziemlich alt aussehen.
Aufführungen | Schauspiel

Kairos

Deutsches Nationaltheater

Premiere: 19.12.2025 Schauspiel basierend auf dem Roman von Jenny Erpenbeck in einer Theaterfassung von Beate Seidel Ostberlin Ende der Achtziger: Die 19-jährige Katharina verliebt sich in den mehr als 30 Jahre älteren Hans. Hans ist verheiratet, hat einen Sohn und ist als Schriftsteller Teil der Ostberliner Kunstszene. Katharina ist fasziniert von diesem Mann, der ihr mit Kunst und Philosophie neue Welten eröffnet. Sie empfindet diese Begegnung als besonderen Augenblick: als »Kairos«. Doch zunehmend schreibt ihr Hans vor, wie sich ihre Liebesgeschichte entfalten darf. Während sie darum kämpft, sich aus dem vergifteten Beziehungsgeflecht zu lösen, bricht das politische System der DDR zusammen. Jenny Erpenbecks Erfolgsroman wurde 2024 mit dem renommierten »International Booker Prize« ausgezeichnet und ist nun in einer Theaterfassung am DNT zu sehen. Auf der Studiobühne werden Hans und Katharina in einer schmerzhaften Rückschau den Leerstellen ihrer eigenen Geschichte auf die Spur kommen. Inszenierung: Beate Seidel Bühne und Kostüme: Silja Reimer
Aufführungen | Schauspiel

FAUST. Der Tragödie erster Teil

Deutsches Nationaltheater

Gejagt durch eine Wette, die das Verweilen im Augenblick unmöglich macht, taumelt Heinrich Faust von ›Begierde zu Genuss‹ und verschmachtet im ›Genuss nach Begierde‹. »Faust. Der Tragödie erster Teil« spiegelt das Dilemma der menschlichen Existenz in einer Welt, in der es immer höher, schneller und weiter gehen muss. Vor 250 Jahren, im Jahr 1775, kommt der junge Johann Wolfgang Goethe in Weimar an und wird Fürstenerzieher. In der Tasche hat er die später »Urfaust« genannte allererste Variante seiner Faustdichtung. In Weimar, dann während seiner Italienreise und befördert durch die Ermutigung seines Dichterfreundes Schiller wächst das Manuskript, das 1808 als »Faust. Der Tragödie erster Teil« abgeschlossen wird. Darin hadert der in die Jahre gekommene Wissenschaftler Heinrich Faust mit sich und dem ganzen Universum. Sein Drang das ›Unbedingte in einer bedingten Welt‹ zu erringen, stößt sich an den Grenzen, die ihm physisch und moralisch auferlegt sind. Der Pakt mit Mephisto, dem Teufel, bietet einen Ausweg aus diesem Dilemma, auch wenn der Preis hoch ist: Denn Innehalten, und sei es auch nur für einen Augenblick, schließt sich von da an aus. Die Jagd nach Selbstverwirklichung, flüchtigem Genuss und Selbstoptimierung hat begonnen. Und sie fordert Opfer. Jan Neumann, der sich schon mehrmals auf der Bühne des DNT mit dem klassischen Kanon auseinandergesetzt hat, wird diesmal Faust I auf die Bühne bringen und ganz im Sinne des Dichters an die Prämisse im ›Vorspiel auf dem Theater‹ anknüpfen: »So schreitet in dem engen Bretterhaus/ Den ganzen Kreis der Schöpfung aus,/ Und wandelt mit bedächt'ger Schnelle/ Vom Himmel durch die Welt zur Hölle.« Regie: Jan Neumann Bühne: Matthias Werner Kostüme: Nini von Selzam Musik: Johannes Winde Dramaturgie: Beate Seidel Licht: Jörg Hammerschmidt Video: who-be Dauer: 3 Std. 30 Min, eine Pause Einführung: 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Foyer
Aufführungen | Schauspiel

Stella

Deutsches Nationaltheater

Cäcilie reist zur Baronesse Stella, um für ihre Tochter eine Anstellung zu finden. Obwohl sich die zwei Frauen kaum kennen, vertrauen sie sich einander an. Beide wurden von ihrem Geliebten verlassen. Als Fernando ebenfalls eintrifft, um Stella wiederzusehen, wird Cäcilie bewusst: Er ist der Vater ihrer Tochter und derselbe Mann, den auch Stella liebte. Die Vorstellung einer Dreierbeziehung geriet bei der Hamburger Uraufführung zum Skandal. 30 Jahre später erarbeitete Goethe eine Weimarer Fassung mit tragischem Schluss, die schließlich den Beifall des Publikums fand. Regisseurin Patricija Katica Bronić untersucht in ihrer Inszenierung unser heutiges Verhältnis zu Gemeinschaft und Gefühlen. Im Spiel mit Erwartungen eröffnet sie eine fantasievolle Welt der Liebenden. Inszenierung: Patricija Katica Bronić Bühne und Kostüme: Jana Furrer / Lenki Behm Sounddesign / Komponist: Mischa Nüesch Dramaturgie: Hermann Mueller Dauer: 1 Std. 25 Min.
Aufführungen | Musiktheater

Heute Nacht oder Nie

Deutsches Nationaltheater

Musiktheater von Dirk Sobe & Sören Sarbeck Die Comedian Harmonists lieferten den Sound für die Weimarer Republik. 1928 in einer Berliner Mansarde gegründet, gelang ihnen bald der internationale Durchbruch. Doch die Karriere des Sextetts währte nur kurz: 1935 erhielten die drei jüdischen Mitglieder im nationalsozialistischen Deutschland Berufsverbot und emigrierten ins Ausland. Ihr Repertoire zwischen Jazz, Schlagern und Komik ist bis heute fester Teil unserer Erinnerungen an diese Zeit. Mit frechen Arrangements, frischen Texten und neuen Gesichtern kehren die Comedian Harmonists zurück auf die Bühne des DNT und lassen Lieder und Geschichte der legendären Gruppe lebendig werden – von »Ein Freund, ein guter Freund« bis »Mein kleiner grüner Kaktus«. Musikalische Leitung und Einstudierung: Dirk Sobe Inszenierung: Geertje Boeden Ausstattung: Philip Rubner Choreographie: Nadja Görts Video: who-be Dramaturgie: Sören Sarbeck Dauer: 1 Std. 25 Min
Aufführungen | Schauspiel

Felix Krull

Deutsches Nationaltheater

Er ist der Meister der Täuschung: Schon als Kind durchschaut Felix Krull das Bedürfnis der Menschen, verführt zu werden. Er heuert in einem Hotel als Liftboy an und steigt in atemberaubender Geschwindigkeit zum Oberkellner auf. Auf schelmische und beinahe liebenswürdige Weise erlangt er einen Vorteil nach dem anderen. Die fiktive Lebensgeschichte des bekanntesten Hochstaplers der deutschen Literatur beschäftigte Thomas Mann sein ganzes Leben lang: 1910 als Parodie auf Goethes »Dichtung und Wahrheit« begonnen, schloss er das Werk ein Jahr vor seinem Tod in der Schweiz ab. 2025 feiern wir den 150. Geburtstag von Thomas Mann. Zu diesem Jubiläum lädt uns Schauspieldirektor Timon Jansen in Krulls Gedankenwelt ein. Wie schnell ergreifen Lüge und Schein von der Gesellschaft Besitz? Mit dem Schauspieler Tim Freudensprung erzählt er uns in einem Monologabend von der Sehnsucht nach dem Erfundenen. Schauspiel nach dem Roman »Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull« von Thomas Mann in einer Theaterfassung von Eva Haußen Inszenierung: Timon Jansen Bühne und Kostüme: Silja Reimer Sounddesign: Rupert Jaud Fassung und Dramaturgie: Eva-Sophia Haußen
Aufführungen | Oper

La Traviata

Deutsches Nationaltheater

Libretto von Francesco Maria Piave Kurtisane auf Abwegen: In einem der heute beliebtesten Werke Verdis eroberte sich zu dessen Uraufführung 1853 in Venedig zum allerersten Mal ein Stoff der Gegenwart in einer opera seria, d.h. einer ernsten Oper die Bühne. Zum tief bewegenden Dreiklang aus Liebes-, Todes- und Vergnügungsmusik verfolgt Violetta Valéry kompromisslos ihren Anspruch auf Selbstbestimmung, stellt kurzerhand ihr Leben auf den Kopf und bezahlt dafür, wie im Kapitalismus üblich, einen hohen Preis. Nach ihrer erfolgreichen »Aida« der nächste Verdi-Klassiker von Andrea Moses und Dominik Beykirch. Nach Alexandre Dumas’ Erfolgsroman »Die Kameliendame« und dessen gleichnamigem Theaterstück schufen Verdi und sein Librettist Piave ein dichtes musikdramatisches Gesellschaftsportrait aus der Epoche des wild wuchernden Kapitalismus im Paris der Mitte des 19. Jahrhunderts. Dafür inszenierten sie eine verhängnisvolle Dreiecksbeziehung: Als sich die todkranke Violetta Valéry, die ihre Freiheit mit der Abhängigkeit von zahlungskräftigen Liebhabern bezahlt, eine Liebesbeziehung mit dem mittellosen Studenten Alfredo Germont leistet, dringt dessen Vater Giorgio Germont in die ländliche Idylle der Liebenden ein und zerstört die Mesalliance. Um der Rettung der Familienehre willen drängt er Violetta zum Verzicht auf seinen Sohn, dem kurzerhand der Treuebruch Violettas vorgaukelt wird. Erst am Sterbebett Violettas gelingen die vermeintliche Versöhnung, Läuterung und Erlösung der »entgleisten« Frau … Verdis Musik zeichnet mit wenigen, aber umso eindrücklicheren Mitteln Gesellschaftsbilder, deutet die handelnden Figuren und deren Auseinandersetzungen meisterlich aus und pendelt dabei zwischen rasanter Lebensgier und ätherischer Todesnähe. »La traviata« hat bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren und erschüttert und rührt uns angesichts unserer eigenen Gegenwart immer noch. Ganz im Geist des Kapitalismus entfaltet diese Oper ein Drama weiblicher Selbstverwirklichung als verhängnisvolles Zusammenspiel aus komplexer Schuld, panischer Todesgewissheit und heillosen Erlösungsfantasien. Nach ihrer Erfolgsproduktion »Aida« aus dem Jahre 2021 bringen Operndirektorin Andrea Moses und Musikdirektor Dominik Beykirch ihren nächsten Verdi-Klassiker, der um elektroakustische Inlays der Komponistin Brigitta Muntendorf erweitert wird, gemeinsam auf die Weimarer Opernbühne. Musikalische Leitung: Daniel Carter Vorstellungsdirigat am 2.1.2026: Marco Alibrando Regie: Andrea Moses Bühne: Raimund Bauer Kostüme: Anja Rabes Dramaturgie: Michael Höppner Elektroakustische Inlays: Brigitta Muntendorf Licht: Jörg Hammerschmidt Videodesign und Live-Kamera : Andrea Gabriel Choreinstudierung: Jens Petereit In italienischer Sprache mit deutschen Untertiteln Stückdauer 2 Std. 45 Min.
Aufführungen | Schauspiel

Penthesilea & Der zerbrochene Krug

Deutsches Nationaltheater

Die Amazonenkönigin Penthesilea führt gegen Achilles einen erbarmungslosen Krieg und zerstört sich dabei selbst. – Die schuldlose Eve entlarvt den Dorfrichter als verlogenen Täter und stellt die Ordnung auf den Kopf. Erst im 20. Jahrhundert wagen sich zwei Komponisten an versgetreue Vertonungen dieser beiden kompromisslosen Dramen von Heinrich von Kleist: Othmar Schoeck bereichert das antike Trauerspiel mit filmischen Klangwelten und zeigt die Brutalität Penthesileas als gewaltigen Grenzgang zwischen Sprache und Gesang. – Mitten im Zweiten Weltkrieg fragt uns der jüdische Komponist Viktor Ullmann mit Kleists Lustspiel, wie lange wir uns taub stellen wollen, wenn das Recht an die Tür des Unrechts klopft. Chefregisseur Valentin Schwarz und der neue Musikdirektor Daniel Carter kombinieren an einem Abend intensives körperliches Musiktheater mit einer bissigen backstage comedy, die allen auf, vor und hinter der Bühne den Spiegel vorhält. Musikalische Leitung: Daniel Carter Inszenierung: Valentin Schwarz Bühne: Andrea Cozzi Kostüme: Andy Besuch Dramaturgie: Sören Sarbeck Chorleitung: Jens Petereit in deutscher Sprache mit Untertiteln Dauer: 2 Std. 40 Min.

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