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Staatskapelle Weimar

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Deutsches Nationaltheater

Aufführungen | Schauspiel

Hoffnung – schiller synthesized

Deutsches Nationaltheater

Wäre Schiller in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geboren worden, er hätte sicher zu den großen Erzählern des modernen Kinos gehört und vielleicht eine spannende Serie kreiert, die uns allabendlich vor die Bildschirme bannen würde. Denn das sind seine Dramen, aber vor allem auch seine Balladen: eindrückliche, spannende, hochemotionale Geschichten, die ihre Leser*innen oder Zuhörer*innen zu fesseln vermögen. Darin begegnet man wilden Tieren, dem tobenden Meer oder gefährlichen Räuberbanden; geht es um unverbrüchliche Treue, um die geheimnisvolle Macht der Kunst oder um die Folgen menschlicher Hybris. Aber auch komödische Sujets liefert uns der Dichter, in denen er sich als Poet selbst auf die Schippe nimmt. Gemeinsam mit den beiden Schlagwerkern Simon Lauer und Timo Schmeichel, die sich mit ihrer Veranstaltungsreihe »Anschlag« ein eigenes Publikum erworben haben, wird Sebastian Kowski diese Geschichten zum Leben erwecken. Auf ungewöhnliche Weise: Im Gewand elektronisch animierter Drum-Sounds, unterstützt von Live-Klängen neuartiger Synthesizer mit ihren unterschiedlichsten Spielweisen und ergänzt durch herkömmliche Instrumente, können Sie aufregendes »storytelling« mit Gedichten und Balladen von Friedrich Schiller erleben. Marie-Christin Riedel (Kostüme) Beate Seidel (Dramaturgie) Stückdauer: 1 Std.
Aufführungen | Schauspiel

Rechnitz (Der Würgeengel)

Deutsches Nationaltheater

Premiere: 21.2.2026 In einer Märznacht 1945, kurz vor dem Einmarsch der Roten Armee, feiern die Gräfin Batthyány, Mitglieder der SS, örtliche Parteiprominenz und die Führer der Hitlerjugend im Schloss Rechnitz ein letztes großes Fest, das in die Ermordung von 200 jüdischen Zwangsarbeitern mündet. Sie werden auf einem Acker nahe dem Tatort verscharrt. Die Täter:innen tauchten unter oder flohen. Und die Einwohner:innen von Rechnitz will vor allem eins: nicht erinnert werden! Die Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek entwirft ein grandioses szenisches Tableau, das die Hintergründe und Folgen des grausamen Geschehens untersucht. Und sie beleuchtet den Umgang nachfolgender Generationen mit diesem Teil österreichisch-deutscher Geschichte. Neben dem Schauspielensemble des DNT werden 30 Weimarer:innen als Chor zu erleben sein.
Aufführungen | Schauspiel

Die Leiden des jungen Werthers

Deutsches Nationaltheater

Theaterfassung von Swaantje Lena Kleff, Eva Bormann und Beate Seidel Die Suche nach dem Ich, die Rebellion gegen gesellschaftliche Schranken und eine unerfüllte Liebe - all das bietet Goethes unsterblich gewordene Jugenddichtung, die zum Kanon deutscher Literaturgeschichte gehört. 250 Jahre ist es her, dass der Briefroman des jungen Goethe auf der Leipziger Buchmesse erschien und über Nacht zum Bestseller wurde. Werther, ein Rechtspraktikant, landet in einer Erbschaftsangelegenheit seiner Mutter im idyllischen Dörfchen Wahlheim. Dort lernt er Lotte, die älteste Tochter des verwitweten Amtmann S. kennen, die sich um ihre acht Geschwister kümmern muss. Ihre Zugewandtheit und Fürsorglichkeit berühren ihn tief. Er, der auf der Suche nach einem Lebenssinn ist, schwankend zwischen übergroßem Lebensverdruss und überbordender Lebensfreude, entdeckt in der jungen Frau all das, was ihm zum Glücklichsein fehlt. Aber Lotte ist Albert versprochen, einem gut situierten, redlichen Geschäftsmann. Der Versuch einer schwärmerischen Menage á trois misslingt. Werther flieht, verdingt sich als Angestellter an einem Fürstenhof und verzweifelt an der Enge des bürgerlichen Daseins und der Unerfüllbarkeit seiner Liebe. Das Aufbegehren des Ichs gegen die Schranken von Herkunft und Tradition und die unbändige Kraft der im Roman geschilderten Gefühle lösten nach der Veröffentlichung v.a. beim jungen Publikum eine wahre Lesesucht aus. Shitstorm und Heiligsprechung folgten prompt. Doch das Interesse an dieser großartigen Jugenddichtung ging zu keiner Zeit verloren. Nun wird Hausregisseurin Swaantje Kleff eine Theaterfassung des Goetheschen »Werther« auf die Bühne des DNT bringen. Swaantje Lena Kleff (Regie) Philip Rubner (Bühne) Anne Horny (Kostüm) Ludwig Peter Müller (Musik) Romina Geppert (Choreografie) Andreas Heptner (Licht) Beate Seidel / Eva Bormann (Dramaturgie) Für diese Inszenierung bieten wir 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn eine Einführung in unserem Foyer an. Stückdauer: 2 Std.
Aufführungen | Schauspiel

Euridice

Deutsches Nationaltheater

Euridice und Orfeo heiraten. Die Stimmung ist ausgelassen und allesscheint perfekt. Doch die Geliebte stirbt. Wie soll der hilflose Orfeo mit dem plötzlichen Tod seiner Braut fertig werden? In seiner Verzweiflung lässt er sich darauf ein, ihr in die Unterwelt zu folgen, um sie zurückzugewinnen. Die erste vollständig überlieferte Oper der Musikgeschichte ergründet die Höhen und Tiefen der menschlichen Gefühlswelt. In enger Verbindung von Sprache und Musik kommen wir den Figuren und ihren Emotionen nahe. Jochen Biganzoli und William Shaw verweben die Motive der antiken Orpheus- Erzählung mit den großen Fragen nach dem Leben und seinem Ende. In Kooperation mit der Hochschule für Musik Franz Liszt lassen wir die mythischen Charaktere der Oper von 1600 erstmals in Weimar lebendig werden. Oper in einem Prolog und sechs Szenen von Jacopo Peri Libretto: Ottavio Rinuccini Uraufführung: 6. Oktober 1600, Florenz William Shaw (Musikalische Leitung) Jochen Biganzoli (Inszenierung) Wolf Gutjahr (Bühne) Katharina Weissenborn (Kostüme) Charlotte Hennen (Dramaturgie) in deutscher Sprache Kooperation mit der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar
Aufführungen | Schauspiel

Werther

Deutsches Nationaltheater

Lyrisches Drama in vier Akten von Jules Massenet Libretto: Édouard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann nach dem Roman »Die Leiden des jungen Werthers« von Johann Wolfgang von Goethe Die literarische Sensation des 18. Jahrhunderts: Der junge Werther verzweifelt an seiner unglücklichen Liebe zur bereits verlobten Lotte und sieht keinen anderen Ausweg als den Suizid. Über 100 Jahre trennen »Die Leiden des jungen Werthers« von Massenets Vertonung. Beide Werke verblüffen mit ihren unterschiedlichen Zugängen: In Goethes Roman ist Werther ein freigeistiger Künstler, der nach Selbstverwirklichung sucht. In der Oper? Ein Liebesträumer, der sich fern aller Konventionen in seiner Schwärmerei verliert. Mit diesem Klassiker eröffnen wir unsere neue Reihe »Pop-Up-Oper. Erleben Sie beliebte Musiktheaterwerke am DNT packend und intensiv! Musikalische Leitung: Marco Alibrando Inszenierung: Dorian Dreher Bühne: Philip Rubner Kostüme: Mara Lena Schönborn Dramaturgie: Sören Sarbeck Uraufführung: 16. Februar 1892, Wien Zuletzt am DNT: Spielzeit 2014/15 in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Aufführungen | Schauspiel

FAUST. Der Tragödie erster Teil

Deutsches Nationaltheater

Gejagt durch eine Wette, die das Verweilen im Augenblick unmöglich macht, taumelt Heinrich Faust von ›Begierde zu Genuss‹ und verschmachtet im ›Genuss nach Begierde‹. »Faust. Der Tragödie erster Teil« spiegelt das Dilemma der menschlichen Existenz in einer Welt, in der es immer höher, schneller und weiter gehen muss. Vor 250 Jahren, im Jahr 1775, kommt der junge Johann Wolfgang Goethe in Weimar an und wird Fürstenerzieher. In der Tasche hat er die später »Urfaust« genannte allererste Variante seiner Faustdichtung. In Weimar, dann während seiner Italienreise und befördert durch die Ermutigung seines Dichterfreundes Schiller wächst das Manuskript, das 1808 als »Faust. Der Tragödie erster Teil« abgeschlossen wird. Darin hadert der in die Jahre gekommene Wissenschaftler Heinrich Faust mit sich und dem ganzen Universum. Sein Drang das ›Unbedingte in einer bedingten Welt‹ zu erringen, stößt sich an den Grenzen, die ihm physisch und moralisch auferlegt sind. Der Pakt mit Mephisto, dem Teufel, bietet einen Ausweg aus diesem Dilemma, auch wenn der Preis hoch ist: Denn Innehalten, und sei es auch nur für einen Augenblick, schließt sich von da an aus. Die Jagd nach Selbstverwirklichung, flüchtigem Genuss und Selbstoptimierung hat begonnen. Und sie fordert Opfer. Jan Neumann, der sich schon mehrmals auf der Bühne des DNT mit dem klassischen Kanon auseinandergesetzt hat, wird diesmal Faust I auf die Bühne bringen und ganz im Sinne des Dichters an die Prämisse im ›Vorspiel auf dem Theater‹ anknüpfen: »So schreitet in dem engen Bretterhaus/ Den ganzen Kreis der Schöpfung aus,/ Und wandelt mit bedächt'ger Schnelle/ Vom Himmel durch die Welt zur Hölle.« Regie: Jan Neumann Bühne: Matthias Werner Kostüme: Nini von Selzam Musik: Johannes Winde Dramaturgie: Beate Seidel Licht: Jörg Hammerschmidt Video: who-be Dauer: 3 Std. 30 Min, eine Pause Einführung: 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Foyer
Aufführungen | Schauspiel

Felix Krull

Deutsches Nationaltheater

Er ist der Meister der Täuschung: Schon als Kind durchschaut Felix Krull das Bedürfnis der Menschen, verführt zu werden. Er heuert in einem Hotel als Liftboy an und steigt in atemberaubender Geschwindigkeit zum Oberkellner auf. Auf schelmische und beinahe liebenswürdige Weise erlangt er einen Vorteil nach dem anderen. Die fiktive Lebensgeschichte des bekanntesten Hochstaplers der deutschen Literatur beschäftigte Thomas Mann sein ganzes Leben lang: 1910 als Parodie auf Goethes »Dichtung und Wahrheit« begonnen, schloss er das Werk ein Jahr vor seinem Tod in der Schweiz ab. 2025 feiern wir den 150. Geburtstag von Thomas Mann. Zu diesem Jubiläum lädt uns Schauspieldirektor Timon Jansen in Krulls Gedankenwelt ein. Wie schnell ergreifen Lüge und Schein von der Gesellschaft Besitz? Mit dem Schauspieler Tim Freudensprung erzählt er uns in einem Monologabend von der Sehnsucht nach dem Erfundenen. Schauspiel nach dem Roman »Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull« von Thomas Mann in einer Theaterfassung von Eva Haußen Inszenierung: Timon Jansen Bühne und Kostüme: Silja Reimer Sounddesign: Rupert Jaud Fassung und Dramaturgie: Eva-Sophia Haußen
Aufführungen | Schauspiel

Draußen vor der Tür

Deutsches Nationaltheater

Premiere: 15.1.2026 Im Jahr 1947 starb der junge Autor Wolfgang Borchert mit 26 Jahren an den Folgen des Zweiten Weltkriegs. Sein bekanntestes Werk ist das expressionistische Sprachfeuerwerk über den Kriegsheimkehrer Beckmann, der auf der Suche nach Verantwortung für sein zerstörtes Leben auf eine Gesellschaft trifft, die keinen Raum für seine Fragen, Ängste und Nöte hat und ihn als Außenseiter isoliert. In einem gemeinsamen feierlichen Akt der Enthüllung eines Denkmals versucht das Ensemble, die Figur des Beckmann von den Geistern auferstehen zu lassen. Dabei ergründen sie die Konsequenzen des Traumas einer ganzen Generation und stellen erneut Beckmanns Frage nach Schuld und Verantwortung. Schauspieldirektor Timon Jansen präsentiert diesen Klassiker in seiner vielbeachteten Basler Inszenierung dem Weimarer Publikum. »Ein Stück, das kein Theater spielen und kein Publikum sehen will« von Wolfgang Borchert Inszenierung: Timon Jansen Bühne: Laura Knüsel Bühnenadaption Weimar: Philip Rubner Kostüme: Lenki Behm Dramaturgie: Theresa Selter
Aufführungen | Schauspiel

Stella

Deutsches Nationaltheater

Cäcilie reist zur Baronesse Stella, um für ihre Tochter eine Anstellung zu finden. Obwohl sich die zwei Frauen kaum kennen, vertrauen sie sich einander an. Beide wurden von ihrem Geliebten verlassen. Als Fernando ebenfalls eintrifft, um Stella wiederzusehen, wird Cäcilie bewusst: Er ist der Vater ihrer Tochter und derselbe Mann, den auch Stella liebte. Die Vorstellung einer Dreierbeziehung geriet bei der Hamburger Uraufführung zum Skandal. 30 Jahre später erarbeitete Goethe eine Weimarer Fassung mit tragischem Schluss, die schließlich den Beifall des Publikums fand. Regisseurin Patricija Katica Bronić untersucht in ihrer Inszenierung unser heutiges Verhältnis zu Gemeinschaft und Gefühlen. Im Spiel mit Erwartungen eröffnet sie eine fantasievolle Welt der Liebenden. Inszenierung: Patricija Katica Bronić Bühne und Kostüme: Jana Furrer / Lenki Behm Sounddesign / Komponist: Mischa Nüesch Dramaturgie: Hermann Mueller Dauer: 1 Std. 25 Min.
Aufführungen | Schauspiel

Ich liebe dir. Aber lass dich nicht übern Haufen schießen

Deutsches Nationaltheater

Papa Maik bewohnt seit 2020 die Studiobühne des DNT und sinniert angesichts der Tatsache, dass sein Sohn Chris ihn im sogenannten »Dunkeldeutschland« nicht besuchen mag, über das komplizierte deutsch-deutsche Binnenverhältnis. Inzwischen aber ist Chris erwachsen geworden und fällt eigene Lebensentscheidungen, die mit Maiks Weltsicht nicht unbedingt übereinstimmen. Chris will zur Bundeswehr. Papa Maik dagegen war, die Wende 1989/90 hat es möglich gemacht, Wehrdienstverweigerer. Das Gespräch zwischen Vater und Sohn darüber findet allerdings wieder nur fiktiv statt. Denn Maik sitzt immer noch allein in seiner Bude und wartet voller Sehnsucht auf seinen Sohn … Erneut spiegelt Dirk Laucke Zeitgeschichte in seiner für Krunoslav Šebrek und das DNT geschaffenen Figur Papa Maik, dessen ungewöhnlicher, manchmal kruder Blick auf die Welt ein Gesprächsangebot an seine Zuhörerschaft ist. Beate Seidel (Szenische Einrichtung) Marie-Christin Riedel (Ausstattung) Thomas Geiler (Licht) in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung Unterstützt vom Förder- und Freundeskreis Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar e.V. Stückdauer: 1 Std.
Aufführungen | Oper

La Traviata

Deutsches Nationaltheater

Libretto von Francesco Maria Piave Kurtisane auf Abwegen: In einem der heute beliebtesten Werke Verdis eroberte sich zu dessen Uraufführung 1853 in Venedig zum allerersten Mal ein Stoff der Gegenwart in einer opera seria, d.h. einer ernsten Oper die Bühne. Zum tief bewegenden Dreiklang aus Liebes-, Todes- und Vergnügungsmusik verfolgt Violetta Valéry kompromisslos ihren Anspruch auf Selbstbestimmung, stellt kurzerhand ihr Leben auf den Kopf und bezahlt dafür, wie im Kapitalismus üblich, einen hohen Preis. Nach ihrer erfolgreichen »Aida« der nächste Verdi-Klassiker von Andrea Moses und Dominik Beykirch. Nach Alexandre Dumas’ Erfolgsroman »Die Kameliendame« und dessen gleichnamigem Theaterstück schufen Verdi und sein Librettist Piave ein dichtes musikdramatisches Gesellschaftsportrait aus der Epoche des wild wuchernden Kapitalismus im Paris der Mitte des 19. Jahrhunderts. Dafür inszenierten sie eine verhängnisvolle Dreiecksbeziehung: Als sich die todkranke Violetta Valéry, die ihre Freiheit mit der Abhängigkeit von zahlungskräftigen Liebhabern bezahlt, eine Liebesbeziehung mit dem mittellosen Studenten Alfredo Germont leistet, dringt dessen Vater Giorgio Germont in die ländliche Idylle der Liebenden ein und zerstört die Mesalliance. Um der Rettung der Familienehre willen drängt er Violetta zum Verzicht auf seinen Sohn, dem kurzerhand der Treuebruch Violettas vorgaukelt wird. Erst am Sterbebett Violettas gelingen die vermeintliche Versöhnung, Läuterung und Erlösung der »entgleisten« Frau … Verdis Musik zeichnet mit wenigen, aber umso eindrücklicheren Mitteln Gesellschaftsbilder, deutet die handelnden Figuren und deren Auseinandersetzungen meisterlich aus und pendelt dabei zwischen rasanter Lebensgier und ätherischer Todesnähe. »La traviata« hat bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren und erschüttert und rührt uns angesichts unserer eigenen Gegenwart immer noch. Ganz im Geist des Kapitalismus entfaltet diese Oper ein Drama weiblicher Selbstverwirklichung als verhängnisvolles Zusammenspiel aus komplexer Schuld, panischer Todesgewissheit und heillosen Erlösungsfantasien. Nach ihrer Erfolgsproduktion »Aida« aus dem Jahre 2021 bringen Operndirektorin Andrea Moses und Musikdirektor Dominik Beykirch ihren nächsten Verdi-Klassiker, der um elektroakustische Inlays der Komponistin Brigitta Muntendorf erweitert wird, gemeinsam auf die Weimarer Opernbühne. Musikalische Leitung: Daniel Carter Vorstellungsdirigat am 2.1.2026: Marco Alibrando Regie: Andrea Moses Bühne: Raimund Bauer Kostüme: Anja Rabes Dramaturgie: Michael Höppner Elektroakustische Inlays: Brigitta Muntendorf Licht: Jörg Hammerschmidt Videodesign und Live-Kamera : Andrea Gabriel Choreinstudierung: Jens Petereit In italienischer Sprache mit deutschen Untertiteln Stückdauer 2 Std. 45 Min.
Aufführungen | Schauspiel

Kannawoniwasein – Manchmal muss man einfach verduften

Deutsches Nationaltheater

für die Bühne bearbeitet von Bastian Heidenreich und Eva Bormann Gleich die erste Zugfahrt alleine birgt für Finn Ärger, dann aber ein unerwartetes Abenteuer. Dazu trägt vor allem Jola bei, die Finn unerschrocken zur Seite steht. Ein überraschendes Roadmovie, das zeigt, dass ein kreativer Umgang mit Regeln manchmal sehr hilfreich sein kann. Zum ersten Mal darf Finn alleine mit der Bahn fahren, nach Berlin – und prompt passiert es: Er wird beklaut. Klingelt da was? Finn jedenfalls, da die Schaffnerin ihm einfach nicht glauben will, muss den Zug vorzeitig verlassen und wird der Polizei übergeben. Die verursacht aber erstmal einen Auffahrunfall. Finn würde geduldig im Polizeiauto sitzen bleiben, wäre da nicht Jola, die plötzlich ans Fenster klopft und ihn zum Verduften ermutigt. Und eh Finn es sich versieht, brennen die beiden durch. Damit aber nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf. Jola bringt sogar einen Traktor zum Laufen und die beiden machen sich auf den Weg nach Berlin. Unterwegs treffen sie nicht nur den Alten Fritz, sondern auch eine Rockerbande, deren eines Mitglied Finn verdächtig bekannt vorkommt. Der Autor Martin Muser verheimlicht in seinem 2018 erschienenen und seither vielfach ausgezeichneten Roman gar nicht erst, dass die Geschichte an einen Kinderbuchklassiker erinnert und lässt Jola ausrufen: »Das ist ja genau wie in dem Buch … mit Emil und diesem gemeinen Herrn Grundeis!« Wo Kästners Emil eine ganze Bande begleitet, stellt Muser Finn die unerschrockene Jola zur Seite und gemeinsam lassen die beiden den gemeinen Rucksackdieb schließlich ziemlich alt aussehen.
Aufführungen | Schauspiel

Kairos

Deutsches Nationaltheater

Schauspiel basierend auf dem Roman von Jenny Erpenbeck in einer Theaterfassung von Beate Seidel Ostberlin Ende der Achtziger: Die 19-jährige Katharina verliebt sich in den mehr als 30 Jahre älteren Hans. Hans ist verheiratet, hat einen Sohn und ist als Schriftsteller Teil der Ostberliner Kunstszene. Katharina ist fasziniert von diesem Mann, der ihr mit Kunst und Philosophie neue Welten eröffnet. Sie empfindet diese Begegnung als besonderen Augenblick: als »Kairos«. Doch zunehmend schreibt ihr Hans vor, wie sich ihre Liebesgeschichte entfalten darf. Während sie darum kämpft, sich aus dem vergifteten Beziehungsgeflecht zu lösen, bricht das politische System der DDR zusammen. Jenny Erpenbecks Erfolgsroman wurde 2024 mit dem renommierten »International Booker Prize« ausgezeichnet und ist nun in einer Theaterfassung am DNT zu sehen. Auf der Studiobühne werden Hans und Katharina in einer schmerzhaften Rückschau den Leerstellen ihrer eigenen Geschichte auf die Spur kommen. Inszenierung: Beate Seidel Bühne und Kostüme: Silja Reimer Dramaturgie: Eva-Sophia Haußen Video: who-be Musik: Johannes Winde
Aufführungen | Musiktheater

Der Barbier von Sevilla

Deutsches Nationaltheater

Premiere: 24.1.2026 Opera buffa in zwei Akten von Gioachino Rossini Libretto: Cesare Sterbini nach »Le barbier de Séville« von Beaumarchais Wer in Sevilla Hilfe braucht, geht zum Friseur – Figaro findet für jedes Problem eine Lösung. Diesmal jedoch hat er eine besonders harte Nuss zu knacken: Die eingesperrte Rosina will aus dem Haus ihres strengen Vormunds Bartolo befreit werden. Deshalb wird ihr (mehr oder weniger überzeugend) kostümierter Geliebter Graf Almaviva bei Bartolo eingeschleust und die Komödie nimmt ihren Lauf … Mit diesem italienischen Meisterwerk schuf Rossini einen der Evergreens der komischen Oper. In der Tradition der Commedia dell’Arte treffen die Charaktere in explosiven Situationen aufeinander, in denen sich alle ihre Pläne in Luft auflösen. Regisseurin Ilaria Lanzino bringt das Verwirrspiel wild und zeitgemäß auf die Bühne – unter Rückgriff auf so manche Filmklassiker, die ähnlich wie die Opera buffa vom fröhlichen Variieren der eigenen Klischees leben.
Aufführungen | Schauspiel

Weiße Rose: Stimmen des Widerstands

Deutsches Nationaltheater

Premiere: 23.1.2026 Was bedeutet es, Widerstand zu leisten und wann ist der Moment dafür gekommen? Eine Gruppe junger Erwachsener erkannte 1942 die Bedrohlichkeit des NS-Regimes in Deutschland. Unter dem Namen »Weiße Rose« riefen sie mit Flugblättern zum Widerstand auf und forderten Freiheit. Gemeinsam mit jungen Erwachsenen und den beiden Sänger:innen des Thüringer Opernstudios will das Theaterduo hashtagmonike (Henrike Commichau und Mona Vojacek Koper) erforschen, was Widerstand heute bedeutet und wann er geboten ist. Ausgehend von der »Weißen Rose« und ihren Mitgliedern sollen Ausdrucksmöglichkeiten für den abstrakten Begriff ›Widerstand‹ gesucht werden, um seiner Geschichte und Bedeutung näher zu kommen. Musikalische Leitung: Emanuel Winter Künstlerische Leitung: hashtagmonike Bühne und Kostüme: Lara Arnold Dramaturgie: Stefanie Heiner / Charlotte Hennen Stückentwicklung in deutscher Sprache
Aufführungen | Theater

Amanda

Galli Theater Weimar

Ein Clown nützt die Wartezeit auf seine Traumfrau Amanda, um sich in typisch männlichen Eroberungstaktiken zu üben. Wie er es auch versucht, ob als Sportskanone, Softy, Boxer, Westernheld, Macho oder Rockstar, ein Versuch nach dem anderen scheitert. Doch er gibt so lange nicht auf, bis sie am Ende dann doch nicht kommt… Ein clowneskes Vergnügen! Gern können Sie uns für Ihren Event auch exklusiv buchen! Wir spielen auf Ihrer Tagung, einem Kongress oder Ihrem Fest – deutschlandweit! Als Hit, bei Ihrer Geburtstagsfeier – ein unvergeßliches Ereignis. Theaterstück von Johannes Galli Es spielt Krispin Wich Dauer: 90 min Preise: 20/17/14 €
Aufführungen | Musical

Kiss me, Kate

Deutsches Nationaltheater

Musik und Gesangstexte von Cole Porter Buch von Sam und Bella Spewack Deutsch von Susanne Wolf Musicalstar Lilli Vanessi und ihr Produzent und Spielpartner Fred Graham haben eine Beziehungskrise: In der Musical-Version von Shakespeares Komödie »Der Widerspenstigen Zähmung« fliegen zwischen ihnen die Fetzen. Und als dann noch zwei theaterliebende Gangster ins Spiel kommen, um Fred zu erpressen, entfaltet sich ein irrwitziger Krimi, der für komödiantische Verwirrung sorgt. Wie kann man Herzen brechen? »Schlag nach bei Shakespeare!«, lautet ein Tipp für alle. Dieser und viele weitere Ohrwürmer machten das Musical seit seiner Uraufführung 1948 zu einem Welterfolg. Der preisgekrönte Schauspieler und Regisseur André Kaczmarczyk wird den Broadway-Hit inszenieren und die Geschichte voller Beziehungskrisen dabei bunt und aus heutiger Perspektive beleuchten. Uraufführung: 30. Dezember 1948, New York Zuletzt am DNT: Spielzeit 1969/70 in deutscher Sprache Die Aufführung von KISS ME, KATE erfolgt durch besondere Vereinbarung mit Concord Theatricals GmbH, namens und im Auftrag von Tams-Witmark LLC.
Aufführungen | Schauspiel

Frauenhochsaison

Galli Theater Weimar

Zwei Männer, eine Bühne voller Frauenkostümen und die über allem schwebende Frage: „Wie kommen wir hier raus?“ Karl Knall, alias Prof. Dr. Senfstößel, und Hartmut Harrer fordern sich in heißen Verkleidungen und scharfen Dialogen zu immer neuen Duellen heraus. In diesem doppelbödigen Spiel gelingt es ihnen schließlich, einen völlig überraschenden Ausweg zu finden. Eine ebenso spannende wie ausgesprochen unterhaltsame Begegnung zweier Männer, die um ihre Freiheit ringen. Theaterstück von Johannes Galli Es spielen: Krispin Wich & Ronald Gräfe Dauer: 80 Min Preise: 22/19/14 €

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